Sperling nicht Geschäftsführer Mit Doppelspitze zum Laga-Erfolg in Bad Iburg?

Bilden ein Team bei der Organisation der Landesgartenschau in Bad Iburg: Ursula Stecker und Heinrich Sperling. Foto: Laga gGmbHBilden ein Team bei der Organisation der Landesgartenschau in Bad Iburg: Ursula Stecker und Heinrich Sperling. Foto: Laga gGmbH

Bad Iburg. Heinrich Sperling wird nicht Geschäftsführer der Durchführungs-gGmbH der Landesgartenschau in Bad Iburg. Stattdessen bildet er als „fachlicher Berater“ eine Doppelspitze mit der bisherigen Interimsgeschäftsführerin Ursula Stecker. Das teilt die gGmbH mit.

Bisher hatte Sperling seine verspätete Übernahme des Geschäftsführerpostens mit familiären Gründen begründet. Nun scheinen noch berufliche hinzugekommen zu sein. Laut Bad Iburgs Bürgermeisterin Annette Niermann erlaubten Sperlings „vielfältige Verpflichtungen auf lange Sicht keine Steigerung seiner Vor-Ort-Präsenz in Bad Iburg“. Gründe dafür sind laut Niermann unter anderem „die lange Wartezeit, bevor klar war, dass die Laga kommt, eine veränderte personelle Situation im Team der Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017, die Sperling als Geschäftsführer leitet“ sowie seine Mitarbeit in der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau-Fördergesellschaft.

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„So ist es nur ehrlich, wenn ich in der Rolle des – natürlich jederzeit erreichbaren – Beraters bleibe“, sagt Sperling. Die „außerordentlich gute Zusammenarbeit mit Ursula Stecker in den vergangenen Wochen“ habe ihn überzeugt, „dass wir zusammen mit einem eingespielten Team eine erfolgreiche Gartenschau für Bad Iburg schaffen werden“. Stecker bleibt somit Geschäftsführerin bis zur Laga 2018.

„Es ist gut, dass Herr Sperling seine Zusage, für Bad Iburg da zu sein, erneuert hat. Sein Wissen um das Steuern derartiger Projekte und seine Kontakte stehen uns voll zur Verfügung“, betonte Niermann. „Wir wählen jetzt lediglich eine formell andere Konstruktion für die Zusammenarbeit. So fließt die Expertise beider Profis weiter gewinnbringend in das Projekt ein. Wir haben uns daher entschlossen, aus der Interimsregelung eine Dauerregelung zu machen.“ Auch Niermann wies auf die gute Zusammenarbeit von Stecker und Sperling hin.

In der Sitzung des Aufsichtsrates der Durchführungsgesellschaft der Landesgartenschau Bad Iburg zogen Stecker und Sperling eine erste Bilanz der bisherigen Arbeit der Gesellschaft. So sei ein Wirtschaftsplan aufgestellt worden, wurde das Verfahren über die Ausschreibung und Vergabe von freiberuflichen Leistungen (VOF) gestartet und fünf Landschaftsarchitekturbüros aus 27 Bewerbern für einen zweiten Verfahrensschritt ausgewählt.

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Außerdem führte die Laga-gGmbH gemeinsam mit der Stadt Mitte April eine Projektwerkstatt mit Landkreis, Tourismusverband Osnabrücker Land und Expertenbeteiligung und Mitte Mai ein erstes Bürgerforum durch. Ein Bürger-Wettbewerb um eine gute Idee für ein Maskottchen läuft. Die Ausschreibung für das Marketing werde in diesen Tagen auf den Weg gebracht. Erste Kontakte für weitere Unterstützung, Förderung, Sponsoring und Kooperationen seien geknüpft. Auch erste Bewerbungen etwa für den Veranstaltungsbereich lägen vor, und ab Juli werde die Geschäftsstelle durch ein professionelles Sekretariat verstärkt.


Was ist die VOF?

Die Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) regelt Ausschreibung und Vergabe von freiberuflichen Leistungen durch öffentliche Auftraggeber wie beispielsweise die Stadt Iburg. Darunter fallen auch Architekten- und Ingenieurleistungen. Für einen Architektenwettbewerb, wie er eigentlich durchaus wünschenswert wäre, fehlt in Bad Iburg jetzt die Zeit. Die VOF ist nach § 1 VOF auf öffentliche Aufträge anzuwenden, die im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit erbracht oder im Wettbewerb mit freiberuflich Tätigen angeboten werden und deren Gegenstand eine Aufgabe ist, deren Lösung nicht vorab eindeutig und erschöpfend beschrieben werden kann.

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