Geisterbahn und Gänsehaut Halloween im Keller von Bad Iburg

Von Rolf Habben

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Private Geisterbahn auf dem Hof Kahl inBad Iburg. Foto: Rolf HabbenPrivate Geisterbahn auf dem Hof Kahl inBad Iburg. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Unheimliche Atmosphäre in Bad Iburg: Söhnke Kahl hat seinen Hof zu Halloween in eine Geisterwelt verwandelt.

Auch wenn es an vorbeiziehenden dunklen Wolken im Vollmond und Nebelschwaden sowie Eulen- und Uhulauten als unentbehrliche Kulisse gruseliger Atmosphäre fehlte, verbreitete das Anwesen von Söhnke Kahl in der Sophienstraße dennoch etwas Unheimliches im Kurort.

Schon von einiger Entfernung grüßte im Fenster seines Wohnhauses ein Video mit vier Skeletten als Jazz-Combo. Hinweisschilder in grellem Neonlicht und blauer Farbe ließen keinen Zweifel aufkommen, hier geht es zur familieneigenen Geisterbahn, die Kahle als Hobbybastler in seinem Keller mit allen unverzichtbaren Gruselutensilien und Geräuschkulissen eingerichtet hat. Schummrig flackerndes Licht von unzähligen Kerzen und Grablichtern wiesen den Weg und taten ihr Übriges. Die Geisterbahn hätte zur angekündigten Zeit am frühen Samstagabend allerdings mehr Zulauf von Kindern verdient.

Kahle hatte jedem Kind, dass zwischen 18 und 19 Uhr um Süßigkeiten bittet, eine freiwillige Fahrt mit der Geisterbahn zur Bedingung gemacht. War die Geisterbahn vielleicht doch ein bisschen zu gruselig? Die sechsjährige Luise jedenfalls, bereits zuvor einmal gefahren, fragte ängstlich ihre Mutter, ob sie für ein Foto nochmal mit der Geisterbahn fahren müsse. Weniger Scheu hatte dagegen der neunjährige Maximilian, der bereits die zweite Mutprobe hinter sich gebracht hatte. „Ich fand das nicht so gruselig, mir hat das Spaß gemacht“, bekannte er im Brustton voller Überzeugung. Allerdings habe er am Anfang gedacht, der kleine Schienenwagen wäre vielleicht zu schnell für die Bahn.

Im Bewusstsein der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen hat Halloween längst das Reformationsfest verdrängt. Den Abend vor Allerheiligen beherrschen gruselige Maskeraden und ebensolche Verkleidungen als Nervenkitzel mit Spaßfaktor. Überliefertes Brauchtum sind in Kürbis geschnittene Fratzen zu Gespenstern, die vor dem Haus den Hof beleuchteten, um böse Geister abzuschrecken.


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