Hilfe für den Senegal Stiftung aus dem Osnabrücker Land will Fluchtursachen bekämpfen

Wollen Menschen im Senegal helfen - Die Beiratsmitglieder des neuen Stiftungsfonds: Helmut Buschmeyer, Hubert Börger, Kornelia Foth, Günter Sandfort, Annette Niermann und Klaus Lang (von links). Foto: Stefan BuchholzWollen Menschen im Senegal helfen - Die Beiratsmitglieder des neuen Stiftungsfonds: Helmut Buschmeyer, Hubert Börger, Kornelia Foth, Günter Sandfort, Annette Niermann und Klaus Lang (von links). Foto: Stefan Buchholz

Bad Iburg. „Menschen in Not im Senegal“ – so heißt ein neuer Stiftungsfonds, der unter dem Dach der Caritas gegründet worden ist. In Bad Iburg stellte der Stiftungsbeirat seine Arbeit vor.

Motor der Hilfsinitiative ist Helmut Buschmeyer . Er engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für Menschen im Senegal. An diesen ehrenamtlichen Job ist er zufällig über seine damalige Tätigkeit als Kreisvorsitzender beim Niedersächsischen Fußballverband (NFV) gekommen. „Bei einem Abschiedsspiel lernte ich den Senegalesen Abbasse So kennen“, erzählt Buschmeyer. Als er erfuhr, dass der NFV die Heilpädagogische Hilfe und die Caritas in Kaliningrad unterstützt, fragte er mich gleich, ob der Verband nicht auch im Senegal aktiv werden könnte. Ein Mannschaftsatz Trikots waren Buschmeyers erste Lieferung in das westafrikanische Land.

Drei Hilfsangebote aufgebaut

Mittlerweile hat er in drei Städten Hilfsangebote aufgebaut: In Walo entstand eine Baby- und Schwesternstation, wo Mütter vor oder nach der Entbindung Beratung und Erstversorgung bekommen. Ebenso in Bambey – dort wurde am lokalen Krankenhaus eine Pediatrie zur Versorgung von Müttern und ihren Neugeborenen eingerichtet.

Und Buschmeyer half bislang auch in Sachen Sport weiter. Über das vom Deutschen Fußball Bund eingerichtete Senegalhaus in Kaolack konnten Geld- und Sachspenden weitergeben und gezielt auch Menschen mit einem Handicap einbezogen und gefördert werden.

Plattform für Engagement geschaffen

„Wir mussten nicht lange überlegen, um dem Engagement von Helmut Buschmeyer eine angemessene Plattform zur Spendensammlung zu geben“, erklärt Vize-Caritasdirektor Günter Sandfort bei der ersten Sitzung des neuen Stiftungsbeirates. Neben dem pragmatischem Zweck, den Spendern abzugsfähige Quittungen ausstellen zu können, nennt Sandfort mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsbewegung noch einen weiteren Grund für die Unterstützung durch die international aufgestellte Caritas: Mit der Hilfe vor Ort könne man Ursachen von Flucht bekämpfen, so Sandfort. Weiterlesen: Mehr zum Thema Flucht lesen Sie im NOZ-Themenportal.

Partner vor Ort gesucht

Derzeit bemüht sich Buschmeyer nach eigenen Angaben um die Ausweitung von verlässlichen Partnern vor Ort, die dafür sorgen, dass die Hilfe weiterhin dort ankommt, wo sie benötigt wird. „Es gibt bereits Kontakte zum Bischof von Thiès.“ In der Region Osnabrück hat Buschmeyer bereits Unterstützer und Botschafter des neuen Stiftungsfonds gefunden. Darunter sind etwa Iburgs Bürgermeisterin Annette Niermann und Klaus Lang von der Bürgerstiftung Osnabrück.

Schon Projekte im Senegal gefördert

Der Fonds startet mit knapp 10000 Euro, von denen zu seiner Einrichtung schon 9320 Euro für Projekte im Senegal überwiesen wurden.


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