Neun Electro-Acts in Sentrup 2000 Besucher feiern beim Festival Freie Vögel in Bad Iburg

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Deep- und Tech House par Excellence auf dem Dorf: Am Samstag stieg in Sentrup bei Bad Iburg die diesjährige Ausgabe von „Freie Vögel“. Foto: Hermann PentermannDeep- und Tech House par Excellence auf dem Dorf: Am Samstag stieg in Sentrup bei Bad Iburg die diesjährige Ausgabe von „Freie Vögel“. Foto: Hermann Pentermann

Bad Iburg. Deep- und Tech House par excellence auf dem Dorf: Am Samstag stieg in Sentrup bei Bad Iburg die diesjährige Ausgabe von „Freie Vögel“. Neun Acts lockten um die 2000 Damen und Herren in den beschaulichen Ort und massierten vom Vormittag bis zum Abend Bauch und Brain mit fettem elektronischen Gepumpe.

Seit 2012 veranstalten die Lausbuben jeden Sommer ihre beliebte Outdoor-Elektroparty. Schon der erste Durchgang lockte Tanzwütige aus der Region und weit darüber hinaus zum Ziegenbrink, das Gelände des Museums Industriekultur diente auch schon als Kulisse zum Abfeiern. Vor allem für letztere Location gab es jede Menge Expertenlob von hochqualifierten Partygängern.

Dieses Mal wählten die Lausbuben das Gelände des Waldhofs Uhrberg in Sentrup bei Bad Iburg für ihre Party - nicht ganz so spektakulär, aber offen, weitläufig und in sehr schöner Lage direkt am Wald. Das Wetter hätte nicht besser sein können: In diesem bis jetzt doch ziemlich durchwachsenen Sommer erwischte das Feiervolk einen durchweg warmen, sonnigen Tag - viele Elektrofreunde konnten also ihrer Passion nachgehen, die Bekleidung aufs Nötigste zu reduzieren - barfuß vor dem DJ-Pult abzutanzen war Programm. Neun Acts standen auf dem Zettel, unter anderem Bebetta aus Berlin, Stil und Bense sowie Lausbub Daniel Bruns himself, der als Dansir mit Ricd unter dem schönen Pseudonym Knalltüten firmiert.

Schöner Ort, aber kein neuer Rekord

Die Freien Vögel schlugen ein in Sentrup, allerdings reichten die Besucherzahlen nicht für einen neuen Rekord. Zwar waren schon mittags über 1000 Gäste da, aber am Abend schätzte der Securitydienst insgesamt etwa 2000 - in der Vergangenheit waren es schon deutlich mehr gewesen.

Möglicherweise spielte die doch etwas abgelegene Location da eine Rolle, aber die Suche nach einer solchen gestaltete sich im Vorfeld schwierig. Insofern hatte man mit dem Gelände am Waldhof eine gute Möglichkeit gefunden, und zwischen Wald, Feldern und Basswand viel Platz zu haben, ist auf jeden Fall besser, als sich gegenseitig auf die Füße zu treten auf einer kleineren, völlig überlaufenen Fläche. So blieb die Stimmung den ganzen Tag über absolut entspannt.

Da bei den Freien Vögeln der Eintritt frei ist und man sich über Getränkeverkauf und Spenden finanziert, durften selbst mitgebrachte Getränke nicht aufs Gelände, aber die Preise blieben deutlich unter der Schmerzgrenze - bei drei Euro für ein Bier kann man bei einer Umsonst & Draußen-Veranstaltung definitiv nicht meckern.

Nach 11 Stunden nonstop Bass legten die Knalltüten das letzte Set des Tages hin und entließen die müde getanzten Partypeople schließlich in die noch junge Nacht - Zapfenstreich war 22 Uhr.

Herausforderung Abreise

Leider wurde es nach dem Ende der Feierei schwierig für viele Besucher, die sich auf den Bus verließen, der zwar kam, aber nur einen Bruchteil der Wartenden aufnehmen konnte. Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an, um zig dumm Dastehende im Dunkeln von der Straße fernzuhalten. Es dauerte eine ganze Weile, bis nach und nach genügend Taxis einliefen, um die versammelte Gemeinde abzutransportieren - ein teurer Spaß und besonders ärgerlich, wenn man sich extra vorher ein Busticket besorgt hat, das man dann in die Tonne hauen kann. Ansonsten: astreine Party.


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