Mountainbikes am Dörenberg Verein „Teuto Tour“ lädt Waldbesitzer zum Gespräch

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Sind gesprächsbereit: Karsten Bülow und Hans Schlotheuber vom Verein Teuto Tour, der die gleichnamige Mountainbike-Veranstaltung in Bad Iburg organisiert. Foto: Claudia SarrazinSind gesprächsbereit: Karsten Bülow und Hans Schlotheuber vom Verein Teuto Tour, der die gleichnamige Mountainbike-Veranstaltung in Bad Iburg organisiert. Foto: Claudia Sarrazin

Bad Iburg. Damit die 17. Teuto Tour wie geplant am Sonntag, 6. September, in Bad Iburg starten kann, ist der Verein Teuto Tour schon seit Ende des vergangenen Jahres mit den Vorbereitungen beschäftigt. Auch mit Blick auf die öffentlich geführte Diskussion zum Thema Fahrradfahren im Wald/Dörenberg lud die Verein Teuto Tour Waldbesitzer und Förster zum Gespräch im „Alten Gasthaus Fischer Eymann“. Hier stellten sie die 17. Mountainbike Teuto Tour 2015 vor, obwohl kein privater Waldbesitzer der Einladung gefolgt war.

Überschaubar blieb die Zahl der Teilnehmer des Treffens, zu dem die Organisatoren der Mountainbike Teuto Tour eingeladen hatte. Außer einer Reihe von Vereinsmitgliedern waren Reinhard Fühner, vom Bauamt der Stadt Bad Iburg, Uwe Aegerter, Forstamtsdezernt des Niedersächsischen Forstamts Ankum und Hartmut Escher, Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis Osnabrück und Geschäftsführer von Terra-Vita, zum Informationsabend gekommen. „Wir wollen mehr auf die Waldbesitzer zugehen“, erklärte Hans Schlotheuber, Vorsitzender der Teuto Tour. Denn im vergangenen Jahr, bei der 16. Teuto Tour, hätten Waldbesitzer erstmals erklärt, der Verein könne die Tour nicht ohne Zustimmung der Waldbesitzer organisieren. „Das können wir verstehen, wir möchten, dass alles partnerschaftlich abläuft“, so Schlotheuber, der zudem darauf hinwies, dass es bereits im September vergangen Jahres nach der 16. Teuto Tour ein sehr konstruktives Treffen mit Waldbesitzern gegeben hätte. Und im Dezember habe sein Verein auf einer Sitzung im Stadtrat die Tour 2015 vorgestellt.

Vertrag schützt Waldbesitzer vor Haftungsansprüchen.

Nun möchte der Verein Teuto Tour die inzwischen ausgearbeiteten zwei Streckenvarianten seiner Tour allen betroffenen Waldbesitzern vorstellen und ihnen außerdem einen Vertrag anbieten: „Wir schließen eine Veranstaltungshaftpflichtversicherung ab. Falls es einen Unfall geben und Ansprüche auftreten sollten, übernehmen wir die Haftung“, erklärte Schlotheuber. Damit begegnen die Mountainbiker einer der größten Sorgen der Waldbesitzer. Und Escher fügte hinzu: „Was Ende 2014 beschlossen wurde, wird konsequent umgesetzt. Die Strecke wird nun im Vorfeld vorgestellt, damit sich die Waldbesitzer melden können.“

Stadt, Landkreis und Forstamt befürworten die Teuto Tour

„Wir von der Stadt begrüßen die Teuto Tour“, erklärte Fühner als Vertreter der Stadt Bad Iburg, bevor er hinzufügte: „Es sind schon Gespräche mit Waldbesitzern geführt worden, und wir sind auf einem guten Weg.“ Auf Nachfrage berichtete Schlotheuber zudem, sein Verein habe bisher 50 Verträge an Waldbesitzer verschickt und inklusive des unterschriebenen Vertrags des Niedersächsiches Forstamtes zwanzig Rückläufer erhalten. Alle Waldbesitzer, die der Verein noch nicht erreicht habe oder die noch Fragen hätten, sollten sich bitte melden. Und Fühner betonte: „Alle Waldbesitzer erhalten den gleichen Vertrag wie der Landesforst.“ Aegerter, der für diesen im Bereich des Streckenverlaufes zuständig ist, erklärte: Die Hauptsache sei, dass die Waldbesitzer aus der Haftung raus seien, falls ein Unfall passiere. Darüber habe er gegen den Tourverlauf keine Bedenken, auch wenn eventuell bezüglich der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes noch das eine oder andere Gespräch geführt werden müsse. Auch Escher verkündete: Da die Teuto Tour keine „Qeerbeetstrecken“ nutze, spreche aus Sicht des Landkreises im Rahmen der üblichen Bedingungen nichts gegen die Veranstaltung.

Veranstaltungsorganisation und Sicherheit

Darüber hinaus wiesen die Vereinsmitglieder noch einmal darauf hin, dass sie mit ihrer Mountainbike-Veranstaltung keine wirtschaftlichen Interessen verfolgten, sondern alles ehrenamtlich organisierten. Am Tag der Tour würde der Verein unter anderem von der Freiwilligen Feuerwehr, der Schützenjugend und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützt werden. Diese Organisationen würden insgesamt über 100 Streckenposten abstellen. „Für Sicherheit ist somit gesorgt, und wir verlassen den Wald auch wieder sauber“, berichtete Schlotheuber. Denn die Schlussfahrer achteten darauf, dass alle Hinweise und Hinterlassenschaften noch am Tag der Veranstaltung wieder eingesammelt werden würden.

Abgrenzung zu den Downhillern

Im Laufe des Gespräches wies Schlotheuber zudem darauf hin: „Wir wollen im Wald keine Schanzen bauen und nutzen keine Wege, die nicht als feste Wald- und Wanderwege gekennzeichnet beziehungsweise befahrbar sind.“ Damit grenzte er, die von seinem Verein geplante Veranstaltung, noch einmal klar von den Praktiken der Downhiller ab. Gegen diese sehen sich der Landkreis Osnabrück, das Niedersächsische Forstamt und die privaten Waldbesitzer gezwungen, vorzugehen.Gegen diese sehen sich der Landkreis Osnabrück, das Niedersächsische Forstamt und die privaten Waldbesitzer gezwungen, vorzugehen.Diese Entscheidung hatte eine lebhafte Diskussion zur Folge. Alle Waldbesitzer, die noch keinen Vertrag und den Streckenverlauf für die 17. Teuto Tour erhalten haben, und betroffen sein könnten, können beides per E-Mail an teutotour@teutotour.de oder unter Telefon 05403/ 9378 erbeten.


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