Taxifahrten mit Autoklassikern Großer Andrang beim Kiwanis-Oldtimer-Tag in Bad Iburg

Von Hendrik Steinkuhl

Einmal in einem MG sitzen. In Bad Iburg war das möglich. Foto: Rolf HabbenEinmal in einem MG sitzen. In Bad Iburg war das möglich. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg.  Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag der dritte Oldtimer-Tag des Kiwanis-Clubs Osnabrück-Teutoburger Wald statt. Am Bad Iburger Kneipp-Erlebnispark konnten sich die Besucher knapp 50 historische Autos anschauen und in vielen von ihnen auch als Beifahrer eine Spritztour machen.

Vor zwei Jahren ist Sven Klingbeil selbst noch mit einem Triumph TRG als Beifahrer mitgefahren; heute besitzt er selber einen roten TRG aus dem Jahr 1972 und veranstaltet damit an einem Tag im Jahr Taxifahrten. „Beim ersten Mitfahren bin ich einfach auf den Geschmack gekommen.“

Sven Klingbeil ist Mitglied im Kiwanis-Club Osnabrück-Teutoburger Wald, der am Sonntag in Bad Iburg zum dritten Mal seinen Oldtimer-Tag veranstaltet hat. Knapp 50 Autoklassiker konnten besichtigt werden, nicht alle boten einen Taxidienst an. „Manche wollen das nicht gerne, zum Beispiel aus versicherungstechnischen Gründen“, sagt Kiwanis-Präsident Udo Stremmel.

Ehefrau drängt zum Oldtimer-Kauf

Sven Klingbeil dagegen wollte sehr gerne, und so chauffiert er also heute einige Besucher für 20 Euro durch den Teutoburger Wald. „Der Wagen hat einen tollen Sound, das fällt den Leuten natürlich auf“, sagt Klingbeil. Der Triumph, von dem knapp 100000 Stück gebaut wurden, ist übrigens sein erster Oldtimer. Einige Monate hatte er mit dem Kauf geliebäugelt und dann schließlich zugeschlagen. „Meine Frau hat mich gedrängt und meinte: Wenn du es jetzt nicht tust, tust du es nie mehr.“

Dass Frauen ihre Männer zum Kauf eines Oldtimers drängen, kommt – zumindest dem Klischee nach – so gut wie nie vor. Mindestens genauso selten bieten laut dem ehemaligen Kiwanis-Präsidenten Kurt Höfelmann in so geballter Form wie jährlich in Bad Iburg Oldtimer-Fahrer ihren Klassiker zum Mitfahren an.

Lotus Esprit, Alfa Romeo Giulia, Spider Veloce...

„Wir müssen den Leuten allerdings immer wieder sagen, dass sie auch mitfahren dürfen“, sagt Höfelmann. Viele Besucher gingen erst einmal davon aus, dass sie die Autos nur anschauen dürfen. Da die Veranstaltung mittlerweile auch nicht mehr auf dem Parkplatz am Charlottensee/Holperdorper Straße stattfindet, sondern am Kneipp-Erlebnispark, finden sich bei strahlendem Sonnenschein zwischen den Oldtimern natürlich auch viele Menschen ein, die nicht zielgerichtet zum Oldtimer-Tag gekommen sind. Geboten wird ihnen aber zweifellos einiges, denn besichtigen können die Interessierten unter anderem einen Ford GT 40, einen Lotus Esprit, einen Alfa Romeo Giulia oder einen Spider Veloce.

Laut Präsident Udo Stremmel gab es kurzzeitig auch zwei echte Cadillac-Straßenkreuzer, die eigentlich gar nicht angemeldet waren. „Das waren Finnen, die auf der Durchreise waren und hier einfach angehalten haben, als sie die anderen Oldtimer gesehen haben.“