„eTourEurope“-Rallye Bad Iburger fährt mit dem E-Mobil durch Europa

In Aufbruchstimmung: Thorsten Elixmann tritt mit seinem selbst umgebauten E-Mobil zur Europa-Rallye an, die 2014 zum ersten Mal veranstaltet wurde. Foto: Carolin HlawatschIn Aufbruchstimmung: Thorsten Elixmann tritt mit seinem selbst umgebauten E-Mobil zur Europa-Rallye an, die 2014 zum ersten Mal veranstaltet wurde. Foto: Carolin Hlawatsch

Bad Iburg/Hasbergen. Es ist die längste und anspruchsvollste Elektro-Mobil-Rallye Europas, zu der Thorsten Elixmann aus Bad Iburg antritt. Nach der Teilnahme mit seinem elektrischen Peugeot 106 auf einer großen E-Mobil-Schau am Freitag in München startet er am Samstag von dort zur „eTourEurope“. Sie führt an neun Tagen durch zehn Länder Europas. Einen ihrer Zwischenstopps zum Aufladen der E-Mobile legen die Rallye-Teilnehmer am Mittwoch, 13. Mai von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr in Hasbergen-Gaste am Restaurant „Taste Kitchen“ ein.

Als einer von insgesamt zwölf internationalen Teilnehmern wird Thorsten Elixmann die circa 4200 Kilometer lange Rallye-Strecke abfahren, die ihn unter anderem nach Brüssel, Paris, Prag und Budapest führt. Dabei beträgt die durchschnittliche Tagesdistanz 450 Kilometer. Unterwegs halten die Teilnehmer an verschiedenen Orten, um ihre Autos zu laden und während dessen aus erster Hand über E-Mobilität aufzuklären.

Stopp in Hasbergen

„Am 13. Mai stoppen wir in Hasbergen. Alle Interessierten sind eingeladen“, sagt Thorsten Elixmann enthusiastisch und kommt dann auf die Rallye-begleitende Aktion „1000 EVs (Elektro Vehicles) in Motion“ zu sprechen. „Wir möchten es schaffen, dass uns 1000 E-Fahrer auf unserer Tour besuchen.“ Jeder, der zu einem der Ladestopps mit einem eBike, eScooter, Elektroauto oder Plugin-Hybrid-Fahrzeug kommt, erhält im Rahmen der Aktion einen nummerierten Aufkleber, wird auf Wunsch fotografiert und ist somit Teil der größten E-Mobil-Bewegung Europas.

Reichweite 250 Kilometer

Schon vor einigen Jahren entdeckte Thorsten Elixmann das E-Mobil für sich. 2010 erstand er günstig seinen Peugeot 106 electrique, Baujahr 1998, defekt und ohne Akkus. „Ich rüstete das Auto auf, das nur circa 1000 Mal elektronisch gebaut wurde“, berichtete der Energieelektroniker kurz vor der Tour am Mittwoch noch in Bad Iburg. Ursprünglich hatte der Peugeot mit den damals verwendeten Nickel-Cadmium Akkus eine Reichweite von etwa 70 bis 100 Kilometern. Thorsten Elixmann baute für 8000 Euro modernere Akkus ein. Jetzt hat sein Peugeot eine Reichweite von gut 250 Kilometern. Zusätzlich entwickelte er selbst ein Batterie-Management-System, das die Akku-Zellen überwacht und modifizierte ein Ladesystem, das das Fahrzeug in einer Stunde und 25 Minuten auf 95 Prozent aufladen kann. So wurde aus einem eigentlich als Hobby-Bastler-Auto angeschafften Fahrzeug ein alltagstaugliches E-Mobil, mit dem Thorsten Elixmann 38000 Kilometer Strecke pro Jahr zurücklegt. „Meine Rekordfahrt bei sparsamer Fahrweise betrug 293 Kilometer“, erzählte er.

Als großer Befürworter der Elektromobilität nimmt Thorsten Elixmann seit drei Jahren aktiv an vielen E-Mobil-Veranstaltungen teil. Er unterstützt das Projekt „EMOTAL (E-Mobility Wuppertal)“, das die Attraktivität der Elektromobilität steigern möchte. Dazu ließ er sich ein GPS-Daten-Logger mit Echtzeitübertragung für zwei Jahre in sein Auto einbauen, für die Erforschung des Fahrverhaltens mit E-Mobilen im Alltag.

„In meinen Augen gehört der Verbrennungsmotor ins Museum“, urteilt der überzeugte E-Mobilist über die herkömmlichen Fahrzeuge. Der Verbrennungsmotor sei wie eine große, fahrbare Heizung. Viel Energie ginge ungenutzt verloren. Als weiteres Argument für die E-Autos führt er an, dass sie kein CO2 ausstoßen. „Klar braucht man zur Stromerzeugung auch CO2, aber wie ist das erst bei der Herstellung von Benzin“, so Thorsten Elixmann, der bisher gute Erfahrungen mit dem Thema Elektromobilität gemacht hat und nun neue sammelt bei der E-Rallye durch Europa.


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