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Zwei Bewohner unverletzt gerettet Iburg: Ursache von Brand in Flüchtlingsunterkunft unklar

Von Stefanie Adomeit


Bad Iburg. Ein Mehrfamilienhaus an der Osnabrücker Straße in Bad Iburg hat Dienstagmittag gebrannt. Die Feuerwehr konnte das Feuer im Dachgeschoss des Gebäudes an der B 51 löschen, in dem auch Flüchtlinge und Obdachlose untergebracht sind.

Zwei Bewohner konnte die Feuerwehr unverletzt über das Treppenhaus retten. Die beiden wurden im benachbarten Seniorenheim Christophorusheim sofort mit warmen Getränken versorgt. Die übrigen der insgesamt 20 Menschen, die in dem Haus wohnen, waren nicht zu Hause oder hatten es bereits zuvor verlassen.

Gegen 11.20 Uhr hatte ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen, der privat in Bad Iburg unterwegs war, die Rauchschwaden über dem Bau bemerkt. Er informierte die Feuerwehr und rannte sofort in das Haus, um nach Menschen zu suchen. „Durch sein beherztes Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden“, teilte die Polizei mit.

Die anrückende Feuerwehr sperrte die Bundesstraße 51 in Höhe des Hauses. Der Verkehr wurde eine Dreiviertelstunde lang umgeleitet.

Das Feuer hatte sich im Dachgeschoss schnell ausgebreitet. Dieses wurde von Flammen und Rauch in Teilen zerstört. Wie die Feuerwehr berichtet, war der Rauchabzug zum Dach defekt. Die Wohnung, in der der Brand offenbar ausgebrochen ist, ist vorerst unbewohnbar. Drei andere Wohnungen sollen wegen des entstandenen Rauchs erst in der kommenden Woche wieder von ihren Bewohnern bezogen werden. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Ulrich Ortmeier von der Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion.

Er hatte das Feuer von seinem Büro im Rathaus aus gesehen und wollte gerade die Feuerwehr rufen, als diese schon von ihrem Stützpunkt am Rathaus zum Nachbarhaus an der Osnabrücker Straße fuhr. Zur Unterstützung der Stadtfeuerwehr Bad Iburg rückten auch die Feuerwehren Glane, Oesede und Hilter an.

Weil die Feuerwehren von 20 Hausbewohnern ausgehen mussten, war auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG 7) vor Ort, die speziell für die Versorgung einer großen Anzahl von Verletzten ausgebildet und ausgerüstet ist. Bis Dienstagnachmittag war zudem eine Brandwache im Einsatz.

Nach den Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück ist die Ursache des Brandes im Dachgeschoss noch nicht bekannt. Anhaltspunkte für technische Defekte gebe es nicht. Zur Zeit ermittelt die Polizei unter den Hausbewohnern intensiv wegen fahrlässiger Brandstiftung. Der Sachschaden liegt bei 40000 Euro.

In ihren ersten Informationen über den Brand hatte die Polizei eine andere, falsche Hausnummer angegeben, die zu einem Restaurant gehört. Dieses liegt auf der anderen Seite der B 51, hatte mit dem Brand nichts zu tun und ist völlig intakt.