Schilder regeln das Hundeleben Vierbeiner Thema im Iburger Stadtentwicklungsausschuss

Von Anke Schneider

Einige Flächen in Bad Iburg sollen in Zukunft für Hunde gesperrt sein. Im Kneipp-Erlebnispark soll es einen Leinenzwang geben. Symbolfoto: Anke SchneiderEinige Flächen in Bad Iburg sollen in Zukunft für Hunde gesperrt sein. Im Kneipp-Erlebnispark soll es einen Leinenzwang geben. Symbolfoto: Anke Schneider

Bad Iburg. Die einen wollen sie angeleint wissen, die anderen möchten ihnen Raum zum Toben geben. Es geht um Bad Iburger Hunde – sie waren am Dienstagabend nicht nur einmal Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr, Umwelt und Feuerwehr.

Hunde können keine Schilder lesen, stellte Nazih Musharbash (SPD) treffend fest. Ihre Besitzer sollten es aber können und werden in Zukunft wohl auch müssen. Denn in Bad Iburg wird es künftig Schilder für Hunde geben – mit unterschiedlichen Hinweisen. Die einen sollen einen Leinenzwang verhängen, die anderen sollen genau das Gegenteil sagen.

Zunächst stellte Annette Listl von den Grünen den Antrag, Freilaufbereiche für Hunde in Bad Iburg auszuweisen. „In anderen Gemeinden gibt es solche Flächen bereits, hier in Bad Iburg fehlen sie“, sagte die Kommunalpolitikerin. In Paragraf 2 Absatz 1 der Tierschutzverordnung heiße es jedoch, dass Hunden ein Freilauf ermöglicht werden muss. „Hunde sollen die Möglichkeit haben, sich auszutoben und Sozialkontakte zu anderen Hunden zu haben“, so Listl. Wo diese Flächen entstehen könnten, müsse noch geklärt werden. Die Gemeinde möge zunächst einmal grundlegend ihre Zustimmung signalisieren, forderte sie.

Bevor Bemerkungen wie „Wir haben andere Probleme als Hundefreilaufflächen“ Gegenwind bei den Befürwortern hervorrufen konnten, schlug Bürgermeisterin Annette Niermann vor, Freilaufflächen für Hunde in den anstehenden Architektenwettbewerb zum Stadtentwicklungskonzept mit aufzunehmen. Im Rahmen dieses Wettbewerbes können geschulte Köpfe sich dann Gedanken dazu machen, wo die Bad Iburger Hunde sich demnächst austoben können. Der Vorschlag stieß auf breite Zustimmung.

Kaum war der Antrag der Grünen abgearbeitet, brachte die SPD den besten Freund des Menschen noch einmal auf den Tisch. „Wir beantragen, dass der Kneipp-Erlebnispark für Hunde gesperrt wird“, sagte Nazih Musharbash (SPD). Es sei unakzeptabel, dass Hunde sich dort aufhalten, wo Kinder spielen. Zumal Hundebesitzer nicht immer so verantwortungsbewusst seien, die Hinterlassenschaften ihrer Haustiere zu entsorgen. Die Bad Iburger CDU unterstützte den Antrag.

Nach kurzer Diskussion einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, dass Hunde nicht gänzlich aus dem Erlebnispark verbannt werden sollen. Sie müssen allerdings künftig an der Leine geführt werden und dürfen nicht auf die Spiel-, Sand- und Wasserflächen. Es soll einen Leinenzwang im gesamten Park geben, auf den mit Schildern hingewiesen werden soll. Die Einhaltung dieser Vorschrift möge stichprobenartig kontrolliert werden, wünschten sich einige Ausschussmitglieder.