Rat muss Beschluss absegnen Bad Iburg: Eicker geht zur Gartenschau-Gesellschaft

Von Stefanie Adomeit

Helmut Eicker
              
              Foto: Archiv/HDVHelmut Eicker Foto: Archiv/HDV

Bad Iburg. Die Landesgartenschau-Gesellschaft hat einen ersten Geschäftsführer gefunden. Der 68-jährige Helmut Eicker soll die neue Durchführungsgesellschaft vier Jahre lang begleiten. Der erste ernannte Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft bekommt einen zweiten hinzu: Die Ausschreibung der Stadt für die Stelle läuft. Die Bewerbungsfrist endet Mitte Dezember. Im Februar soll der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin das bis Mitte 2019 befristete Amt antreten.

Man kennt Eicker im südlichen Osnabrücker Land, war er doch 16 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft TEN. Zuvor hatte er die Schweriner Stadtwerke mit aufgebaut. Gartenschau-unerfahren ist Eicker nicht. Nach eigenen Angaben hat er den Förderverein für die Bundesgartenschau mitgegründet, die im Jahr 2009 knapp 1,9 Millionen Besucher rund um das Schweriner Schloss lockte.

Der Bad Iburger Marketing-Verein und der Förderverein für die Landesgartenschau hatten Eicker als Geschäftsführer vorgeschlagen. Dieser hatte selbst erst wenige Stunden vor der Bekanntgabe seines Namens am Montagabend von der künftigen ehrenvollen Aufgabe erfahren. Nun will er die Interessen der Stadt tatkräftig vertreten. „Ich weiß, welche Fehler man machen kann“, erzählt er am Rande der BIM-Veranstaltung im Gasthaus zum Freden. Er wolle dafür sorgen, dass Aufträge für die Gartenschau nach Möglichkeit in der Region bleiben und mit den anderen Beteiligten einen „seriösen und geordneten Zeitplan und Masterplan“ ausarbeiten. Zwar habe er solch eine Funktion zum ersten Mal inne, er kenne sich aber in der Materie aus. Außerdem, fügt Eicker nicht ganz ernst gemeint hinzu, wohne er in der Sebastian-Kneipp-Allee. Da sei sein Engagement Ehrensache. Vor allem aber wolle er aus einer manchmal noch negativen Sicht auf die Gartenschau eine positive machen und „in den nächsten vier Jahren im Sinne und zum Wohle der Stadt Bad Iburg tätig sein“, versprach er. Der Stadtrat muss Eickers Berufung noch absegnen. „Wir haben bereits von allen Fraktionen eine positive Rückmeldung, berichtete Bürgermeisterin Annette Niermann erfreut. Der Vertrag soll kurz vor Weihnachten unterzeichnet werden.