Pendeldienst gegen Verkehrschaos Mehrere Tausend Besucher bei Adventsmarkt in Bad Iburg

Von Horst Troiza

Großer Andrang und großes Sortiment beim Hobby- und Adventsmarkt in der Bad Iburger Realschule. Foto: Horst TroizaGroßer Andrang und großes Sortiment beim Hobby- und Adventsmarkt in der Bad Iburger Realschule. Foto: Horst Troiza

Bad Iburg. Immer wenn der Advent naht, stellen Hobbykünstler und Kunstgewerbler ihre Produkte dem Publikum beim großen Hobby- und Adventsmarkt in der Bad Iburger Realschule vor. Die bereits 19. Ausstellung dieser Art zog an beiden Wochenendtagen viele Besucher an.

Die Veranstalterin Birgit Fischer ist nahezu das gesamte Jahr unterwegs. Mit Leidenschaft und einer guten Spürnase besucht sie landesweit Märkte und Ausstellungen von Hobbykünstlern und Kunstgewerblern. „Wenn ich jemand Interessantes sehe, lade ich ihn nach Bad Iburg ein, damit er hier seine Erzeugnisse präsentieren kann.“ Denn Fischer will dem Publikum in jedem Jahr eine ausgewogene Mischung aus neuen Ausstellern und jenen anbieten, die bereits seit Jahren teilnehmen.

Diese Rechnung ging auch jetzt wieder auf. So waren unter anderen mit zwei Hobbykünstlerinnen, die Puppenkleider und Selbstgestricktes herstellen, zwei Aussteller unter den Teilnehmern, die sozusagen zum Inventar des Hobby- und Adventsmarktes zählen. Zum ersten Mal war dagegen Walter Felter dabei, der kunstvoll gedrechselte Schalen und Ziergegenstände aus Holz herstellt. In der Regel nimmt der Belmer dazu Hölzer, an denen bereits der Zahn der Zeit genagt hat. Nach der Bearbeitung treten ungewöhnliche Holzstrukturen zutage, die zusammen mit Resten der Rinde interessante Oberflächen hergeben.

Weitere Erstaussteller präsentierten zum Beispiel handgefertigte Pralinen, traditionelles Bunzlauer Geschirr, hübsche Halsbänder für den vierbeinigen Freund oder leckere Plätzchen.

Doch das war bei Weitem noch nicht alles. Was die insgesamt 70 Aussteller in den Auslagen ausgebreitet hatten, war nicht nur ein optisches Vergnügen für die mehreren Tausend Besucher, die sich an beiden Tagen durch Aula, Gänge und Klassenräume bewegten. Produkte aus Filz und Loden, Leinen und anderen Stoffen, aus Glas, Metall und Holz, Wachs, Heu, Zweigen, dazu Pralinen, Senf und Essigspezialitäten, Stofftiere fanden Interessenten und natürlich Käufer. Manche der Anbieter ließen sich bei der Herstellung über die Schulter schauen und ernteten dabei viel Lob. Ebenso viel Lob gab es auch für die Modenschauen.

Birgit Fischer war sehr zufrieden mit ihrer Auswahl an Ausstellern und dem Interesse des Publikums. „Wir haben in diesem Jahr auch dem sonst üblichen Verkehrschaos vorgebeugt und einen Pendeldienst eingerichtet, den das DRK vom Parkplatz an der Holperdorper Straße und der Glaner Kirche bedient.“ Zudem konnten Eltern ihre Kinder in die Hände von Mitgliedern des Jungkolping Glane übergeben und entspannt shoppen. Fischer hob auch die Unterstützung der Stadtverwaltung und der Realschule hervor, ohne die eine solche Veranstaltung überhaupt nicht denkbar wäre.

Ein Teil des Erlöses geht an eine Stiftung für Kinder mit einer seltenen Gen-Erkrankung, ebenso an die Kinderkrebshilfe.