Nach mehrtägiger Odyssee Asylbewerberfamilie aus Albanien in Bad Iburg gelandet

Von Rolf Habben

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Einen herzlichen Empfang bereitete der Asyl suchenden Familie aus Albanien Bürgermeisterin Annette Niermann sowie Ulrich Ortmeier vom Ordnungsamt der Stadt. Foto: Rolf HabbenEinen herzlichen Empfang bereitete der Asyl suchenden Familie aus Albanien Bürgermeisterin Annette Niermann sowie Ulrich Ortmeier vom Ordnungsamt der Stadt. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Einen herzlichen Empfang bereiteten die Bürgermeisterin Annette Niermann sowie Ulrich Ortmeier vom zuständigen Ordnungsamt der Stadtverwaltung am frühen Donnerstagvormittag Sokol N. und dessen Ehefrau Shahe mit ihren fünf und neun Jahre alten Kindern Fabio und Valerio. Sie hatten per Schiff aus Albanien ins italienische Bari übergesetzt und sind mit dem Bus über Österreich nach Dortmund gekommen, von wo sie zunächst im Grenzdurchgangslager in Bramsche-Hesepe untergebracht waren.

Als Grund für ihr Aufenthaltsbegehren gaben die Eheleute auf Befragung die schwere Erkrankung ihres Sohnes Valerio an. Neben der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation sei die ärztliche Versorgung in ihrem Heimatland sehr schlecht und eine angemessene medizinische Versorgung nahezu unmöglich. Sie seien sehr glücklich und dankbar, hier zunächst Aufnahme gefunden zu haben und zeigten sich überrascht von dem herzlichen Empfang in Bad Iburg.

Die dringlichsten Angelegenheiten, wie die Unterbringung und die Ausstattung mit Bargeld als Scheck nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, wurden umgehend von Sozialamt der städtischen Verwaltung erledigt. Der vereidigte Dolmetscher Ramiz Buxhovi übersetzte, weil die Eheleute kein Wort deutsch sprechen. Gleichwohl lieferte der fünfjährige Fabio den erstaunten Anwesenden einen Beweis seines Könnens ab, als er die Ziffern 1 bis 10 in deutscher Sprache einwandfrei aufzählte.

Die albanische Familie hat in den nächsten Tagen eine Unzahl an Formalitäten und Behördengängen zu erledigen. Vorrangig sei der Besuch der Ausländerbehörde des Landkreises, um dort zunächst eine Duldungserlaubnis und entsprechende Ausweispapiere zu erhalten. Auch die Frage der Einschulung beziehungsweise des Kindergartenplatzes steht auf der Tagesordnung der Behörde.


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