Natur- und Menschenfreund Reinhold Messner mit Iburger Courage-Preis ausgezeichnet

Von Stefanie Adomeit

Neue Gesichter beim Courage-Preis: Wolfgang Mollenhauer und Udo Herz (von links) vom Komitee Courage übergaben Reinhold Messner den neu gestalteten Preis für Messners „Mut zur Tat für das Gemeinwohl“. Foto: Gert WestdörpNeue Gesichter beim Courage-Preis: Wolfgang Mollenhauer und Udo Herz (von links) vom Komitee Courage übergaben Reinhold Messner den neu gestalteten Preis für Messners „Mut zur Tat für das Gemeinwohl“. Foto: Gert Westdörp

Bad Iburg. Der Größte ist er nicht, jedenfalls nicht an Zentimetern. „Die Legende ist immer größer als der Mensch“, sagt Reinhold Messner, der jetzt den Bad Iburger Courage-Preis neben eine Auszeichnung des britischen Königshauses stellen kann. Der Südtiroler, der alle 14 Achttausender dieser Welt bestiegen hat, kam gerne ins Teutoburger „Flachland“. Hier fühlte er sich verstanden.

Denn den mit 5000 Euro dotieren Preis erhielt er am Freitagabend im Rittersaal des Schlosses für sein Engagement als Umweltbewahrer, Natur- und Menschenfreund. Laudator und Vorjahrespreisträger Ulrich Kasselmann traf den richtigen Ton, als er Messner als Überwinder von Extremen, einen, der keine Grenzen akzeptiere, beschrieb, dann aber den Blick auf den „inneren“ Messner und seine Stiftung „Messner Mountain Foundation“ rückte: „Messner liebt Menschen und die Natur. Und er will beide in ihrer Schönheit erhalten.“

Das kam an: „Weltweit werde ich als Mann ohne Angst und radikaler Egozentriker gesehen. Dabei bin ich ein sehr vorsichtiger Mensch, und für mein Leben als Abenteurer verdiene ich keinen Courage-Preis. Der Fokus liegt nicht auf dem Gipfel, sondern auf dem Menschen.“

Im Gespräch mit der Neuen OZ hatte der Mann mit der Löwenmähne und den, tatsächlich, Pianistenhänden zuvor mit leuchtenden Augen von jungen Nepalesen erzählt, denen seine Stiftung das Medizinstudium bezahlt, damit sie die Bergvölker später als Ärzte behandeln können, wie er Schulen und Krankenhäuser bauen lässt. „Ich möchte mithelfen, dass diese Menschen selbst zurechtkommen.“ Warum gerade sie? „Sie haben mir den Rucksack getragen, sie haben mir mindestens einmal das Leben gerettet“, sagt Messner. Und steckt das Preisgeld – natürlich – in seine Stiftung.