Appell an die Träger Bad Iburger Verein möchte Franziskushaus erhalten

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit Hut und Hund: Eine historische Ansicht des ältesten Krankenhauses im damaligen Kreis Iburg, noch allein auf weiter Flur.Foto: privatMit Hut und Hund: Eine historische Ansicht des ältesten Krankenhauses im damaligen Kreis Iburg, noch allein auf weiter Flur.Foto: privat

Bad Iburg. Dieses Haus ist bald Geschichte. Dann, wenn es tatsächlich – wie geplant – abgerissen wird. Dabei ist dieses Haus schon jetzt Geschichte, ein Stück Iburger Geschichte. Eine Geschichte des Helfens, Heilens und der Hoffnung. Deshalb appelliert der Verein für Orts- und Heimatkunde an die Träger, den Altbau zu erhalten. 400 Bad Iburger haben denselben Wunsch und diesen mit ihrer Unterschrift schwarz auf weiß bekräftigt.

1885 als erstes Hospital im Kreis Iburg mithilfe vieler großzügiger Iburger eröffnet, pflegten Thuiner Franziskanerinnen im Franziskushaus im Ersten Weltkrieg Verwundete, betreuten in den 20er-Jahren Kranke und behinderte Kinder und unterstützten viele Bad Iburger auf ihrem Weg ins Leben. Nun soll der gerade bezogene Neubauden Altbau überflüssig machenden Altbau überflüssig machen . Der Verein für Orts- und Heimatkunde aber hält das Franziskushaus für ein wichtiges Baudenkmal und appelliert an den Caritasverband Osnabrück und die katholische St.-Clemens-Gemeinde Bad Iburg, es zu erhalten.

„Durch die Gestaltung im Umfeld und den geplanten Abriss des ,ehemaligen Neubaus‘ kann man sich ein gutes Bild von dem wie früher frei stehenden, mit vielen Erinnerungen verbundenen, Baudenkmal des Alten Krankenhauses machen“, findet der Vereinsvorsitzende Volker Paul.

Die dem Verein gegenüber vorgebrachten Argumente des mangelnden Brand- und Schallschutzes oder der aufsteigenden Feuchtigkeit im Kellergeschoss hält Paul nicht für stichhaltig genug, um das unter Bestandsschutz bestehende Gebäude abzureißen.

Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat mit dem „Haus der Iburger Geschichte“ ein ehemaliges Ackerbürgerhaus erhalten und zum Archiv ausgebaut. Zuvor sei auch dieses Haus als abrisswürdig bezeichnet worden. Heute sei es ein Gewinn im Stadtbild.

Beim Erweiterungsneubau des Franziskushauses habe man auf den Erhalt des Alten Krankenhauses Rücksicht genommen, erinnert sich Paul. Auch heute wäre eine veränderte Nutzung denkbar, sind er und seine Mitstreiter überzeugt. Eine Idee hat der Verein für Orts- und Heimatkunde schon: ein Bad Iburger Kulturhaus.

Ein Abbruch sei fatal. Paul: „Es wurden nach dem Krieg zu viele stadtbildprägende Gebäude abgerissen, wobei wirtschaftlichen Überlegungen wohl der Vorrang gegeben wurde. Dies sollte sich im Alten Krankenhaus nicht fortsetzen.“ Die Mitglieder des Vereins hatten sich schon im Januar einstimmig für den Erhalt des Hauses ausgesprochen. In einer privaten Unterschriftensammlung stimmten über 400 Bürger hierfür. „Viele Bad Iburger stehen für den Erhalt des Alten Krankenhauses“, betont Paul. So würde ein Stück Iburger Geschichte für künftige Generationen sichtbar bleiben. „Auch abgeschlossene Baupläne können geändert werden“, sagt Paul. „Aber ein Abriss ist unumkehrbar.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN