Am Wochenende in Bad Iburg Schleppenburg taucht in alte Zeiten ab

George III. um 1776.Quelle:

            

              Nds. Landesmuseum HannoverGeorge III. um 1776.Quelle: Nds. Landesmuseum Hannover

Bad Iburg. Am Wochenende, 13. und 14. September, werden die „King’s German Legion“, die „Napoleonische Gesellschaft“ sowie der Förderverein Schleppenburg am 400 Jahre alten denkmalgeschützte Viehhaus des ehemaligen Ritterguts Schleppenburg in Bad Iburg die Zeit des englischen Königs Georg III. erlebbar machen.

Die Vereine beabsichtigen, in Glane-Visbeck, An der Schleppenburg 52b, ein „Historisches Wochenende“ anlässlich des Ereignisses „300 Jahre Welfen auf dem englischem Thron“ durchzuführen. Die Veranstaltung läuft im Rahmen der Reihe „Süße Früchte und schwarzer Tee“ des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land.

In dem Zeitraum von 1789 bis 1815, auch bekannt als Franzosen- oder Napoleonzeit, hat sich England unter Georg III. wirtschaftlich und militärisch enorm engagiert und dadurch mit dem blutig errungenen 1. Pariser Frieden von 1814 Europa vorerst befriedet.

Später, nach Napoleons Flucht und Rückkehr von der Insel Elba und der von Napoleon verlorenen Schlacht von Waterloo im Juni 1815, in der die Truppen Georgs III. wesentlich beteiligt waren, wurde im darauf folgenden 2. Pariser Frieden die napoleonische Herrschaft über Europa beendet.

Karl-Heinz Lange, Vorsitzender der „King’s German Legion“: „Sehr viele Menschen auch aus unserer Heimat sind diesem langjährigen Ringen, der Drangsal, den Kriegen zum Opfer gefallen.“

Als Darsteller von lebendiger Geschichte der napoleonischen Epoche werden die Vereine bei ihrer Veranstaltung mit rund 100 historischen Darstellern einen Einblick in die genannte Zeit geben. Lange: „Unsere historischen Darstellungsgruppen betreiben die authentische Rekonstruktion der napoleonischen Epoche, speziell die der englisch-hannoverschen Geschichte von 1803 bis 1815, und verknüpfen so lokale Geschichte mit napoleonischer Weltgeschichte.“ Es würden dabei anschaulich und informativ Einblicke in eine 200 Jahre zurückliegende europäische Epoche unter Georg III. und Napoleon gegeben. Unter dem Motto „Sehen, hören, fragen, ausprobieren“ bekommen Besucher die Möglichkeit, in die Franzosen- oder Napoleonzeit einzutauchen. Eine zeitgeschichtliche Gefechtsrekonstruktion jeweils Samstag und Sonntag bildet den Höhepunkt.