Armida Quartett und Singer Pur in Bad Iburg Niedersächsische Musiktage widmen sich dem Thema „Glück“

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Glücks-Partner: Martina Fragge und Katrin Zagrosek von den Niedersächsischen Musiktagen mit dem Vorstand der Sparkasse Osnabrück, Johannes Hartig. Foto: Jörn MartensGlücks-Partner: Martina Fragge und Katrin Zagrosek von den Niedersächsischen Musiktagen mit dem Vorstand der Sparkasse Osnabrück, Johannes Hartig. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. „Glück“ steht in diesem Jahr als Oberbegriff über den Niedersächsischen Musiktagen. Mit drei Konzerten ist das Festival in der Region Osnabrück zu Gast: in Menslage, Melle und Bad Iburg.

Wie es die Iburger Schlossherren einst mit dem Glück hielten, ist Stoff für Spekulation. Tatsache ist, dass die Niedersächsischen Musiktage dort dieses Jahr dem Glück nachspüren: Mit dem Armida Quartett und dem Gesangsensemble Singer Pur. Dabei ist das Festival der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ja schon längst keine Abfolge konventioneller Konzerte mehr: Wie ihr Vorgänger Markus Fein setzt Intendantin Katrin Zagrosek auf die besondere Note, den außergewöhnlichen Akzent, nun schon im dritten Jahr.

Das Oberthema Glück beleuchtet sie dabei von den unterschiedlichsten Seiten: Bedrich Smetana erzählt in seinem Streichquartett Nr. 1 in e-Moll „Aus meinem Leben“, wie er es überschrieben hat. Allerdings hat er keineswegs eine Sammlung heiter bis melancholischer Anekdoten zusammengestellt, im Gegenteil. Das Quartett mündet in die Musikalisierung von Tinitus und Ertaubung. Und die Lieder von Brahms, Schumann und Mendelssohn beschwören nicht immer nur die heitere Idylle, sondern beleuchten mitunter auch die düsteren Seiten der romantischen Seele.

Aber Zagrosek verspricht „ein Glückserlebnis fürs Publikum“. Und sollen nicht nur die Interpreten halten: Das Gesangsensemble Singer Pur mit der ungewöhnlichen Besetzung Frauenstimme trifft fünf Männerstimmen und das Armida Quartett. Die Intendantin hat den Abend als Wandelkonzert angelegt: Von der Schlosskirche geht das Publikum im zweiten Teil in den Rittersaal und umgekehrt. Und wer den Schlossherren der Iburg auf die Spur kommen will, kann den Schlossgarten besichtigen – weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.

Ein weiteres Wandelkonzert gibt es dieses Jahr in Menslage im Stall Ramsbrock. „Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, steht als Motto über dem Konzert – wie passend angesichts des Veranstaltungsortes mit seinen hunderten von Pferden. Die Musik dort kommt von der Berliner Band ?Schmaltz!, die Musik des Balkans und Klezmer zu einer fröhlichen Mischung vereint.

Den italienischen Geiger Giuliano Carmignola hat Zagrosek schließlich für ein Konzert in der St. Matthäus-Kirche in Melle verpflichtet. Zusammen mit dem Barockorchester Sonatori de la Gioiosa Marca spielt er dort Musik von Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini und anderen Barockkomponisten.


Termine:

?Schmaltz!: Samstag, 13.9. 16:30 Uhr, Stall Ramsbrock, Menslage.

Giuliano Carmingnola: Sonntag, 14.9., 17:00 Uhr, St. Matthäus-Kirche, Melle

Singer Pur und Armida Quartett: Freitag, 19.9., 19:30 Uhr, Schloss Iburg, Bad Iburg.

Karten: In den Geschäftsstellen der NOZ.

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