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Auch auf dem Gang herrscht Linksverkehr Gymnasium Bad Iburg feiert 30 Jahre Schüleraustausch mit dem englischen Malvern

Von Danica Pieper

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<em>Die Schulchöre </em>bereicherten den Festakt zum Austausch-Jubiläum mit ihren Liedern. Foto: Danica PieperDie Schulchöre bereicherten den Festakt zum Austausch-Jubiläum mit ihren Liedern. Foto: Danica Pieper

Bad Iburg. „Eine Schatztruhe, in die viele Menschen etwas hineingetan, aber noch mehr herausbekommen haben.“ So beschreibt die ehemalige Fachobfrau für Englisch Ursula Meyer den Austausch zwischen dem Gymnasium Bad Iburg und der Schule The Chase im englischen Malvern. Zum 30-jährigen Bestehen des Austausches lud das Gymnasium zu einem Festakt, auf dem Lehrer und Schüler von Eindrücken und Erinnerungen erzählten.

Aktuell sind wieder 32 Schüler aus Malvern in Bad Iburg zu Gast. „Sie werden furchtbar viel Deutsch hören, aber Sie können sicher sein, dass es um den Austausch geht“, informierte Lehrerin Maria Werner die englischen Besucher zu Beginn des Festakts. Tatsächlich waren die Texte vieler Gastredner zweisprachig, so auch bei Schulleiter Klaus Eilert. Der freute sich, dass das Interesse am Austausch vor allem auf englischer Seite wieder gestiegen ist und er diesmal fast dreimal so viele Teilnehmer begrüßen konnte wie noch vor acht Jahren. „Durch den Austausch entsteht zwischen den Partnern eine Nähe und manchmal sogar eine Freundschaft.“

Hilters Bürgermeister Marc Schewski erinnerte sich an seine eigene Teilnahme an einem Schüleraustausch mit Norditalien: „Es gab nur nette Gastfamilien, gutes Essen und gute Erfahrungen.“ Er riet den Schülern, diese Chance unbedingt wahrzunehmen, da man nicht nur an Lebenserfahrung gewinne, sondern auch die sozialen Kompetenzen stärke.

Zu den ersten Teilnehmerinnen des Englandaustausches gehört Christina Hage, die heute selbst am Bad Iburger Gymnasium unterrichtet. Vor 30 Jahren gab es weniger Ausflüge, dafür mehr Zeit mit den Gastfamilien. Außerdem mussten die Schüler während ihrer Reise ein 90-seitiges Tagebuch ausfüllen.

Hage fiel damals vor allem eins auf: „Die Schüler sind viel disziplinierter.“ Und: „Auf dem Gang muss man links gehen. Wer rechts läuft, fliegt raus.“ Heute sind die Verhältnisse nicht mehr so streng: Wenn man Maximilian und Moritz glauben darf, sind die englischen Lehrer viel „relaxter“ als die Deutschen. Die beiden Neuntklässler sind sich sicher: „Wenn alle Menschen an einem Schüleraustausch teilnehmen würden, gäbe es keine Kriege oder Konflikte mehr.“

Für die musikalische Unterhaltung während des Festakts sorgten die Chöre der Klassen fünf bis sieben sowie acht bis zwölf, die ihre Gäste mit Liedern wie „With a Little Help from My Friends“ zum Swingen brachten. Zum Abschluss erhielten die Lehrer aus Malvern noch ein besonderes Geschenk: eine Collage mit Fotos aus 30 Jahren Schüleraustausch.


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