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Bad Iburg will zurück zum Kneipp-Kurort Wassertreten im Andenken an Pfarrer Kneipp

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Eröffnung der sanierten Wassertretstelle in Bad Iburg. Auf dem Foto in der Mitte Bürgermeister Drago Jurak, links Dr. Wolf Biermann (Badearzt) und rechts Rudolf Schröer, der ehrenamtlich die Anlage pflegen will. Foto: Susanne PohlmannEröffnung der sanierten Wassertretstelle in Bad Iburg. Auf dem Foto in der Mitte Bürgermeister Drago Jurak, links Dr. Wolf Biermann (Badearzt) und rechts Rudolf Schröer, der ehrenamtlich die Anlage pflegen will. Foto: Susanne Pohlmann

Bad Iburg. Ein weiterer Punkt zum Erhalt des Kurbad-Status wurde in Bad Iburg mit der offiziellen Eröffnung der neu gestalteten Wassertretstelle im Waldkurpark abgehakt.

Die Liste der Kritikpunkte war lang, nachdem die Überprüfung der Zertifizierung als Kneipp-Kurort im Frühjahr klarmachte, dass Bad Iburg dringend handeln muss, um weiterhin Bad zu bleiben.

Bürgermeister Drago Jurak gibt zu, dass in den vergangenen Jahren auch aufgrund der Gesundheitsreformen einiges übersehen worden war. Aber in den letzten Monaten ist viel passiert. Was dann auch bei der vor Kurzem vorgenommenen Nachfolgebegehung zu einem positiven Fazit führte, sodass der erneuten Zertifizierung kaum noch etwas im Wege steht.

„Jetzt wird es Zeit, dass die Idee Kneipp und Kurort in Bad Iburg wieder aktiv gelebt wird“, appellierte der Bürgermeister. Kneipp müsse sich im Ort und in der Gemeinde wieder sehen lassen: „Vielleicht taucht mitten im Ort eine Büste vom Pfarrer Kneipp auf oder eine Wassertretstelle mitten in der Innenstadt“, erklärt Jurak seine Idee des „Lebens mit Kneipp“.

Zunächst gelte es beispielsweise, den Kneipp-Verein wieder stärker zu aktivieren. Mit seiner Hilfe könnte der kleine Kneipp’sche Kräutergarten wieder zu einem besuchenswerten Hingucker vor dem Therapiezentrum werden. Oder auch die Hotels sollten wieder verstärkt die Angebote Bad Iburgs als Kneipp-Kurort in ihre Selbstdarstellung mit aufnehmen. Der Stadtrat und die Gemeindemitarbeiter haben in den letzten Monaten gezeigt, so Jurak, dass sie bereit sind, schnell zu handeln, und die neue Wassertretstelle sei dafür ein für alle sichtbares Zeichen.

Mit der Anlage habe man nicht nur eine rund 40 Jahre alte Wassertretstelle überholt, sondern eine ganz neue und hochmoderne Anlage geschaffen, die ihresgleichen suchen muss. Sie ist behindertengerecht und auch für kleine Besucher entsprechend gebaut, mit Armtauchbecken in zwei Höhen und modernen Sitzgelegenheiten. Gespeist von einer nahen Quelle, sprudelt das Wasser klar und kühl über die Anlage aus Granit und Edelstahl.

Ein besonderes Highlight: Am Ende des Tretbeckens hat die kleine Metall-Skulptur der Entenfamilie, die früher vor dem Kurhaus watschelte, wieder einen hübschen Platz gefunden.

Und während der Shantychor Stormvogel aus Steinfurt die offizielle Eröffnung begleitete und einige der vielen Gäste nach Anleitung von Badearzt Dr. Wolf Biermann die Anlage gleich ausprobierten, ging Jurak schon die nächsten Schritte durch, die Bad Iburg als Kurort noch attraktiver machen sollen. „Zunächst geht es darum, die Zertifizierung wieder zu erhalten“, zählt der Bürgermeister auf, „dann wird das komplett sanierte Kurhotel am 1. Oktober wiedereröffnet, und die Gespräche über das geplante Ärztehaus müssen vorankommen.“ Auch über eine Veranstaltungshalle als Ersatz für das Kurhaus wird bereits in den entsprechenden Gremien diskutiert, genauso wie die Realisierung einer attraktiveren Gestaltung des Schlossumfeldes

Jurak: „Wir haben viel vor, und wir brauchen dafür das Engagement jedes einzelnen Bad Iburgers.“ Denn schließlich würden davon nicht nur die Gäste profitieren, sondern auch alle Bürger. Beispielhaft, so Jurak, sei das Engagement von Rudolf Schröer, der als ganz normaler Anwohner schon die frühere und jetzt auch die neue Wassertretstelle betreut. Ohne Gegenleistung, genauso wie der Heideclub sich seit vielen Jahren um die idyllische Wassertretstelle am Freden kümmert.


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