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Hundewanderer ziehen auch durch Bad Iburg Auf vier Pfoten auf dem Hermannsweg

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Wo führt nun der Hermannsweg entlang? Das erste Mal am Charlottensee in Bad Iburg, da bleibt der Blick auf die Wanderkarte nicht aus. Foto: Carolin HlawatschWo führt nun der Hermannsweg entlang? Das erste Mal am Charlottensee in Bad Iburg, da bleibt der Blick auf die Wanderkarte nicht aus. Foto: Carolin Hlawatsch

Bad Iburg. Da reckte so manch Bad Iburger beim frühmorgendlichen Brötchenkauf oder auf dem Weg zur Arbeit den Kopf. „Es ist schon witzig, wenn man mit so vielen Hunden durch die Stadt läuft. Alle gucken“, bemerkte Hundetrainerin Nadja Ahlers.

Auf ihrer viertägigen herbstlichen Hundewanderung von Lengerich nach Oerlinghausen, immer dem Hermannsweg folgend, durchquerten die Hundefreunde samt großem Hunderudel auch Bad Iburg. Nadja Ahlers leitet die Hundeschule „Leben mit Hund“ in Tecklenburg und veranstaltet zusammen mit ihrem Kollegen Markus Sisterhenn, Hundetrainer und Verhaltensberater von „Hundstage im Schopketal“, eine Hundeschule in Oerlinghausen nahe Bielefeld, die insgesamt 80 Kilometer lange Wanderung entlang des Teutoburger Waldes, mit Zwischenübernachtungen, Gepäcktransport, einem Fachvortrag, Wolfsfütterung im Tierpark Olderdissen in Bielefeld und großem Abschlussgrillen.

Am Ende der ersten von vier Wanderetappen kehrte die Gruppe im Hotel zum Urberg ein. Ausgeruht und begeistert von der Hundefreundlichkeit des Hotelpersonals, stiegen die Teilnehmer am Morgen wieder in die Wanderstiefel, und auf ging es zur zweiten und auch längsten Etappe, den Urberg hinunter, durch den Waldkurpark, in dem sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner es genossen, im ersten herumliegenden Herbstlaub zu rascheln. Nach Umrundung des Charlottensees und dem Bestaunen des Schlosses steuerte die Gruppe quer durch die Stadt auf den Kleinen Freden zu.

Leinen los und toben hieß es dann für die Hundemeute, als das Waldgebiet erreicht war. Die Lagotto- Romagnolo-Hündin Aria balanciert über einen Baumstamm, Deutsch Langhaar Rüde Alfred rauft spielerisch mit Leicos und Taxi. „Wir haben die Wanderreise bewusst so gelegt, dass sie nicht in die Brut- und Setzzeit der Wildtiere fällt. So brauchen wir die Hunde nicht angeleint zu lassen“, erklärt Sisterhenn.

Mischlingsrüde Cox, der Epileptiker ist, zeigt trotz Medikamenten keine Erschöpfungsanzeichen. „Wir haben Cox erst seit acht Wochen“, berichtet Elisabeth Fischer aus Tecklenburg. „Früher habe ich in Berlin gelebt, war vorwiegend in der Stadt. Seitdem ich den Hund habe, entdecke ich nun immer mehr die Natur. Dies ist jetzt meine erste richtige Wanderung.“

27 Kilometer standen bei dieser Etappe auf dem Plan, oberhalb vorbei an Hilter, ein steiler Abstieg in die Noller Schlucht, Dissen hinter sich liegen lassend wieder hinauf auf den Gebirgskamm bis am Spiekerhof in Borgholzhausen, wo bei einem Lagerfeuer auf der Obstbaumwiese das Ende der zweiten Etappe eingeleitet wurde.

„Bei dieser Hundewanderung steht nicht die Erziehung im Vordergrund, sondern die rein körperliche Auslastung, die Auseinandersetzung mit anderen Hunden und für die Hundehalter die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen“, so Sisterhenn, der zusammen mit Ahlers auch in Zukunft weitere Ein- und Mehrtages-Hundetouren organisieren wird.


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