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30 Jahre Landschaftsverband OS-Land Lebendige Kulturlandschaft feiert Geburtstag

Von Christoph Beyer | 26.04.2015, 19:55 Uhr

Der Förderung einer vielfältigen Kulturlandschaft hat er sich bereits seit drei Jahrzehnten erfolgreich verschrieben - der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO) setzt mit seinen Projekten prägende Akzente und hat viel bewegt. Mit einem bunten Kulturspektakel auf der Iburg wurde der 30. Geburtstag des Verbandes am Samstag nun gebührend gefeiert.

Seit seiner Gründung 1985 unterstützt der Landschaftsverband Osnabrücker Land (LVO) Kulturschaffende mit Fördermitteln, die er von der VGH und dem Land Niedersachsen erhält, und führt zudem auch eigene Kulturprojekte durch. Vor der historischen Kulisse des Iburger Rittersaals fanden sich nun zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung zum eröffnenden Festakt ein, darunter Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, oder der frühere EU-Parlamentspräsident Hans Gerd Pöttering.

In seiner Begrüßung betonte Landrat Michael Lübbersmann die enorme Bedeutung des Landschaftsverbandes für das regionale Kulturgeschehen und dankte allen Aktiven für ihr erfolgreiches Engagement. Durch seine Vernetzung, Vermittlung und Kooperationstätigkeiten sei der Verband ein wichtiges Bindeglied zwischen Stadt und Land.

„Motor und Wegweiser“

Als „Motor“ und „Wegweiser“ der Kulturförderung in der Region bezeichnete Ministerin Heinen-Kljajic anerkennend die Verbandsarbeit. Sie hob die Bedeutung regional ausgerichteter Kulturförderung für umfassende Entwicklungsprozesse hervor.

Im Anschluss an den Festakt erwartete ein vielfältiges Programm in den Höfen und Räumlichkeiten der Iburg die Besucher. An zahlreichen Ständen informierten Kultureinrichtungen und -Initiativen über ihre Arbeit und boten Aktionen zum Mitmachen. Ob beim experimentellen Drucken der GMHütter Kunstschule Paletti, einer Spurensuche mit der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück oder dem gemeinsamen Filzen des Bramscher Tuchmachermuseums – für alle Altersgruppen gab es kurzweilige und facettenreiche Angebote.

Mehrere Theateraufführungen lockten Besucher vor die Bühnen. Spannendes Figurenspiel bot das Krokodil-Theater mit der „Kartoffelkomödie“, während üppige Kostüme und ausladendes Spiel bei der Theaterparodie „Genoveva“ oder „Die weiße Hirschkuh“ der Theaterbande Phönix zu bewundern waren. Die musikalisch untermalte Erzählung „Die Bremer Stadtmusikanten“ sorgte bei den kleinen Besuchern für viel Zuspruch. Eine beeindruckende Akrobatikvorführung bot den Besucher der Zirkus Fantasia der IGS Fürstenau.

Ruhiger ging es bei den zahlreichen angebotenen Führungen zu, bei denen Besucher den gesamten Nachmittag über Gelegenheit hatten, die Besonderheiten des alten Kloster- und Residenzgebäudes zu erkunden, in der auch die Landschaftsverband-Geschäftsstelle ihren Sitz hat.

Stimmungsvolle Akkordeonklänge des „Duo Flexible“ hallten über das Gelände, während sich die Gäste regionale Köstlichkeiten schmecken ließen. Das enorm vielfältige Programm hätte insgesamt durchaus etwas mehr Besucherzuspruch verdient gehabt, doch das Wetter meinte es nicht gut mit den Organisatoren.

Alle Anwesenden konnten jedoch einen bunten Jubiläumstag erleben, der noch einmal besonders eindrucksvoll die große Bandbreite und Dynamik der Kultur im Osnabrücker Land zum Ausdruck brachte.