zuletzt aktualisiert vor

400 Schüler wollen gleichzeitig nach Hause Bus-Probleme am Gymnasium Bad Iburg

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bad Iburg. „Uns ist das Problem ganz bestimmt nicht egal, aber ich sehe gegenwärtig nicht mehr Möglichkeiten, die Situation zu verbessern.“ Mit diesen Worten reagierte Schulleiter Klaus Eilert auf den Vorwurf, dass am Bussteig des Gymnasiums Bad Iburg unkontrolliert und ohne Respekt in die Busse eingestiegen werde, es an Kontrollen seitens der Lehrer mangele und der Eindruck erweckt werde, dass sich die Schüler undiszipliniert und rücksichtslos verhalten.

Ähnlich wie Busunternehmer Claus Hummert kommt Eilert zu dem Schluss, dass die räumliche Situation am Gymnasium Bad Iburg nicht optimal sei, da die Busse den Haltepunkt hintereinander anfahren müssten. Problematisch sei zudem, dass die Fahrzeuge relativ gleichzeitig eintreffen, die Reihenfolge jedoch unterschiedlich ist: „Die Suche nach dem richtigen Bus ist daher für die Schüler schwierig, zumal in Spitzenzeiten 300 bis 400 Jugendliche zeitgleich nach Hause fahren“, erklärte Eilert.

Nach der sechsten und siebten Stunde werden jeweils zwei Aufsichtskräfte eingesetzt, die den Buseinstieg und -ausstieg kontrollieren und auch erzieherisch eingreifen: „Aber angesichts der großen Schülerzahlen und der räumlichen Gegebenheiten ist dies nicht immer ganz einfach. Die Kollegen geben sich dennoch erhebliche Mühe, um einen geordneten Buseinstieg zu sichern.“

Dass es bisher kaum Unfälle an dieser neuralgischen Stelle gegeben hat, ist nach Auffassung des Schulleiters nicht zuletzt auf das Engagement der Kollegen zurückzuführen. Im Übrigen gelten die Schüler in der gesamten Region als sehr diszipliniert: „Aber selbst wenn es zehn Aufsichten gäbe, geht es in solch einem Trubel mit mehreren Hundert Schülern nicht immer geordnet zu.“ Insgesamt habe die Schule viel getan, um erzieherisch auf die Schüler einzuwirken.

Eilert berichtete, dass die fünften Klassen zu Beginn des Schuljahres in das Thema eingewiesen werden, indem die Lehrer sie eine Woche lang zum Bus begleiten. Auch im Schulelternrat und im Kollegium werde über das Verhalten am Bussteig immer wieder diskutiert.

Die Überlegung, eine Abtrennung zu installieren, wie es sie früher einmal gab, wurde mit dem Argument wieder verworfen, dass dies zu gefährlich und die Unfallgefahr zu groß sei. Die Sicherheit der Schüler sei für das Gymnasium ein hohes Gut.

„Es wäre eine optimale Lösung, wenn das Bussystem dahin gehend geändert werden könnte, dass die Fahrzeuge die Schule zeitlich versetzt anfahren“, wünscht sich der Schulleiter. Dies müsste natürlich im Einklang mit der Vertaktung des ÖPNV stehen: „Ein kleiner zeitversetzter Takt würde uns schon sehr helfen. Wichtig wäre zudem, dass die Fahrer den Bussteig vorsichtig anfahren“, unterstrich der Schulleiter. Einschließlich der Haupt- und Realschüler wird der Bussteig von bis zu 1250 Schülern frequentiert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN