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Schule in Togo ein Luxus Ehemalige Lehrerin berichtete in der Grundschule Glane über ihr Leben in Afrika

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<em>Über ihre Erfahrungen</em> in Afrika berichtete die ehemalige Lehrerin Dorothea Regenbrecht. Foto: Anke SchneiderÜber ihre Erfahrungen in Afrika berichtete die ehemalige Lehrerin Dorothea Regenbrecht. Foto: Anke Schneider

Bad Iburg. Wie sehr sich das Leben von Kindern in Togo von dem in Deutschland unterscheidet, das erfuhren nun die Jungen und Mädchen der Grundschule in Glane. Mit großer Verwunderung hörten sie, dass längst nicht alle Kinder in Afrika in die Schule gehen können. Dorothea Regenbrecht erzählte den Kleinen, womit die afrikanischen Kinder ihren Tag verbringen.

Dorothea Regenbrecht ist eine Lehrerin aus Georgsmarienhütte, die bereits 1999 pensioniert wurde. Danach ging sie nach Togo und lebte einige Jahre mit der afrikanischen Bevölkerung zusammen. „Ich interessierte mich natürlich besonders für die Kinder und ob sie zur Schule gehen“, berichtete die ehemalige Lehrerin. Und sie habe festgestellt, dass Schule in Togo ein Luxus ist, den sich nicht jeder leisten kann.

Dorothea Regenbrecht und ihr Mann gründeten den Freundeskreis Togo und scharten Menschen um sich, die bereit waren zu helfen. „Weit über zehn Schulen haben wir in dieser Zeit gebaut, sagte sie. Das nächste große Projekt ist eine Krankenstation in dem Dorf Kadogou. Dort ist die Sterblichkeit, vor allem bei Kindern, sehr hoch, da es keinen Arzt gibt.

Die ehemalige Lehrerin berichtete von vielen Familien, die sie im Laufe der Zeit kennengelernt hatte. Sie zeigte Bilder von Frauen und Kindern, die Holz auf dem Kopf trugen. „Was meint ihr, ist das wohl für die Heizung?“ fragte sie die Schüler. Aber nein, in Togo gibt es keinen Winter. Das Holz dient zum Kochen. Holz- und Wasserholen sind tägliche Aufgabe von Frauen und Kindern. Sogar die ganz Kleinen müssen schon mithelfen.

Die Lehrerin erklärte zudem, dass nur die Familien ihre Kinder in die Schule schicken, die das Schulgeld bezahlen können. „Und eine Schuluniform müssen die Eltern kaufen, denn alle Kinder müssen in der Schule gleich angezogen sein“, so Dorothea Regenbrecht weiter. Schließlich berichtete sie von den Schulen, die der Freundeskreis errichtet hatte und die auch Kindern aus armen Familien einen Schulbesuch ermöglichen.

Wer mehr über die Hilfsprojekte am Golf von Guinea wissen möchte, der hat am Montag, 4. März, Gelegenheit dazu. Dann berichtet Dorothea Regenbrecht im Niedersachsensaal im Rathaus in GMHütte von ihrem neusten Projekt, der Krankenstation. Beginn ist um 19.30 Uhr.


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