In Twist und Bad Iburg Geldautomaten gesprengt: Staatsanwaltschaft Osnabrück erhebt Anklage

Zwei Niederländer müssen sich wegen der Sprengung eines Geldautomaten verantworten. Foto: Friso Gentsch/dpa/ArchivbildZwei Niederländer müssen sich wegen der Sprengung eines Geldautomaten verantworten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Bad Iburg. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen zwei Niederländer erhoben. Sie sollen Geldautomaten in Twist und Bad Iburg gesprengt und sechsstellige Geldbeträge gestohlen haben.

Laut Staatsanwaltschaft Osnabrück lauten die Vorwürfen gegen einen heute 31-Jährigen gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und schwerer Bandendiebstahl in zwei Fällen. Der Niederländer soll als Teil einer Bande im Februar 2016 einen Automaten in Twist im Landkreis Emsland gesprengt und mehr als 120.000 Euro erbeutet haben, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Montag mitteilte. Bei einer Tat in Bad Iburg im Mai 2017 belief sich die Beute auf über 100.000 Euro.

Auslieferung für Prozess

Der 31-Jährige wurde Mitte 2019 in den Niederlanden festgenommen. Er soll den Angaben zufolge für das Strafverfahren an Deutschland ausgeliefert werden. Ein 28 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter bei der Tat in Twist sei im vergangenen Monat von den belgischen Ermittlungsbehörden am Flughafen Brüssel festgenommen und an Deutschland ausgeliefert worden. Auch gegen diesen Mann erhob die Staatsanwaltschaft Osnabrück Anklage.

Im Falle einer Verurteilung drohen beiden Männern langjährige Haftstrafen, wie die Behörde mitteilte. Das Gesetz sehe einen Strafrahmen zwischen einem und 15 Jahren Freiheitsstrafe pro Tat vor.


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