Bundestagsabgeordneter aus Bad Iburg "Irrsinn": Seestern-Pauly kritisiert Bon-Pflicht für Einzelhändler

Die Bon-Pflicht ist sehr umstritten. Foto: Imago Images/OhdeDie Bon-Pflicht ist sehr umstritten. Foto: Imago Images/Ohde

Bad Iburg. Die Bon-Pflicht ab dem 1. Januar 2020 erhitzt weiterhin die Gemüter. Der Bad Iburger Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly bezeichnet sie als "irrsinnig".

Ab 2020 sind alle Bäckereien, Pommesbuden und Diskos dazu verpflichtet, ihren Kunden Kassenbons auszustellen – ob diese das wollen oder nicht. Bei vielen Einzelhändlern sorgt diese Entscheidung für Kopfschütteln und Unverständnis. Auch Matthias Seestern-Pauly kritisiert das neue Gesetz scharf. „Die Bon-Pflicht ist ein weiterer Ausfluss des Bürokratiewahnsinns der Großen Koalition", wird er in einer Pressemitteilung zitiert. 

"In keinem Verhältnis"

Für den FDP-Politiker und seine Partei sei klar, dass sie sich "diesem Irrsinn entgegenstellen" müssen, da die  die Neuerung "jeglichem Fortschritt der Digitalisierung" widerspreche. Darüber hinaus stehe der "erwartete Papierverbrauch vom 12,5-fachen Erdumfang in keinem zu rechtfertigenden Verhältnis“, so Seestern-Pauly weiter.

Der FDP-Abgeordnete Matthias Seestern-Pauly. Foto: Seiler

Der Politiker aus der Region Osnabrück kündigt an, dass seine Partei ein Gesetz in den Bundestag einbringen werde, welcher "der Bon-Pflicht einen Riegel vorschiebt." Der Gesetzesentwurf wird demnach am Freitag im Parlament beraten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN