1000 Jahre Bischof Benno II. 2020 Stadtfest in Bad Iburg zu Ehren des Klostergründers

Eröffnung des Bennofestes und des Kneipp-Parks 2014.   Archivfoto: Hermann PentermannEröffnung des Bennofestes und des Kneipp-Parks 2014. Archivfoto: Hermann Pentermann

Bad Iburg. Das Bennofest soll im nächsten Jahr zum anstehenden 1000. Geburtstags des Klostergründers groß gefeiert werden.

Über den Termin und die Ausgestaltung im Detail muss noch entschieden werden, aber dass das beliebte Bennofest, das in den letzten Jahren ausgesetzt wurde, nach der Landesgartenschau wiederbelebt und im Zuge des im nächsten Jahr anstehenden 1000. Geburtstags des Klostergründers groß gefeiert werden soll, ist Konsens.

Zwar gab es im Tourismus-Ausschuss einige „Spitzen“ gegen die Vorgehensweise der Verwaltung.  Matthias Papenbrock und Tim Baalmannn (beide FDP) monierten: „Wir müssen erst das Konzept kennen, bevor wir zustimmen können.“ In den Sitzungsunterlagen war bereits ein Antrag auf Genehmigung des Summe von 60.000 Euro formuliert. Dabei hatte Bürgermeisterin Annette Niermann zu Beginn der Sitzung darauf hingewiesen, dass - entgegen der Formulierung in den Unterlagen - an dem Tag noch kein Beschluss gefasst werden und es zunächst nur um die Darstellung des Sachstands gehen solle.

Sie erläuterte die Notwendigkeit, möglichst bald Künstler zu engagieren, da die Nachfrage groß sei, und bat Tourist-Info-Mitarbeiterin Jessica Tausch und Veit Engelker von der Baumwipfelpfad UG, das gemeinschaftlich erarbeitete Konzept vorzustellen: „Ziel ist es, das Bennofest als jährliche überregionale Veranstaltung neu zu etablieren.“ Dass Bischof Benno II. eng mit Bad Iburg verbunden, sein Name gleichsam ein unverwechselbares Markenzeichen sei, werde als besondere Chance gesehen, sagte Engelker. Entweder zu Christi Himmelfahrt (22. bis 24. Mai) oder an Pfingsten (29. bis 31. Mai 2020) solle das Fest stattfinden, das sich in drei Kernbereichen vom Baumwipfelpfad über den Kneipp-Erlebnispark bis in die Innenstadt erstrecken werde. Zwischen den großen Bühnen, auf denen sowohl regionale Musikgruppen als auch überregionale Künstler präsentiert werden, sollen (Garten-)Märkte und Kleinkunstbereiche die Besucher anziehen. Den Bereich Innenstadt werde die Bad Iburg Marketing (bim) „bespielen“, so Engelker.

Die Stadt übernimmt nach Niermanns Angaben die Aufgaben eines offiziellen Veranstalters wie zum Beispiel Sicherheit oder Standgelder. Durch erwartete Einnahmen von circa 40.000 Euro würden sich die erwarteten Kosten von etwa 60.000 Euro relativieren. 35.000 Euro seien bereits in diesem Jahr für ein Stadtfest in den Haushalt gestellt und bislang nicht abgerufen worden. Über die Höhe der aufzuwendenden Mittel werde der Rat voraussichtlich in seiner Oktobersitzung bestimmen.

Heinz Wallenstein (SPD) empfahl gleichwohl umgehendes Handeln: „Wir sollten es anpacken und schon jetzt Vorverträge mit Künstlern schließen.“ Annette Niermann schlug vor, den zuvor beschlossenen neuen Arbeitskreis „Veranstaltungen“, in dem Vertreter von Verbänden mit Politikern aller Fraktionen an einem Tisch sitzen, möglichst bald einzuberufen.


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