Auftritt bei Obstkuchen und Kaffee MGV Neo - Im Café-Garten in Bad Iburg alles andere als barock

Das Café Kroneck-Salis steuerte Kaffee und Kuchen dazu, der MGV Neo verwöhnte derweil mit frisch vorgetragenen Rock-und-Pop-Songs. Foto: Horst TroizaDas Café Kroneck-Salis steuerte Kaffee und Kuchen dazu, der MGV Neo verwöhnte derweil mit frisch vorgetragenen Rock-und-Pop-Songs. Foto: Horst Troiza

Bad Iburg . Kaffee, Obstkuchen mit Sahne, und als Garnierung dazu Lieder von Westernhagen, Supertramp und Elton John – so kann ein völlig entspannter Nachmittag aussehen, wenn man der Einladung des MGV Neo aus Glane und dem Café Kroneck-Salis folgt.

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier“, so lautete die der erste Titel, den die 15 Herren an diesem Nachmittag anstimmten und der inzwischen als Opener der Auftritte des MGV Neo angesehen werden kann. Luftlinie sind es ja auch nur ein paar Hundert Meter, die Glane, das Basislager des MGV, vom Café im Herzen des historischen Teils Iburgs trennen. Und innerhalb des eigenen Reviers gingen die Männer dann auch ganz zwanglos und entspannt an ihr musikalisches Werk.

Der MGV Neo hat sich 2013 unter dem Dach des MGV Harmonie Glane gegründet und hat sich dem einfachen Chorsatz und dem populären Liedgut verschrieben. Etwa 25 sangeslustige Männer sind darin versammelt, die seither eine ganze Reihe von Auftritten mit viel Applaus des Publikums absolviert haben. Unter der Leitung von Jens Niemann bläst Neo frischen Wind in die Landschaft der Männerchöre, verzichtet auf deren traditionelles Liedgut und interpretiert, arrangiert von Niemann, Pop und Rock von Beatles bis Westernhagen.

Damit trifft Neo die Hörwünsche seines Publikums. So auch im Café Kroneck-Salis, wo gut 60 Gäste an Tischen verteilt unter Bäumen und zwischen Blumenbeeten Platz genommen hatten. „Neo meets Barock“ lautete das Motto des Konzertes, das sich jedoch nicht auf einen musikalischen Ausflug in die Ära Bachs und Händels bezog, sondern einzig und allein auf die Tatsache bezog, dass das Gebäude des Cafés im Stile des Barock errichtet worden ist.

Die Playlist war deshalb alles andere als barock. „Behind blue Eyes“ von The Who, „Ich wär so gern wie du“ aus dem Dschungelbuch und „Logical Song“ von Supertramp kommen ja auch schließlich aus einem anderen Genre als der E-Musik. „Heute gibt es aber auch den Cello-Song von Udo Lindenberg, womit wir wenigstens ein klassisches Instrument ins Spiel bringen“, hatte Chorsprecher Antonius Schöning vor Beginn mit einem Augenzwinkern angekündigt.

Das Publikum goutierte jedenfalls das hervorragende Programm des Tages und ließ sich bei Obstkuchen mit Schlagsahne, Kaffee und anderen Erfrischungsgetränken mit leidenschaftlich vorgetragenen Songs verwöhnen.


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