Trickfilmer mit Fledermäusen Eltern als Premierenpublikum für junge Filmcrew

In der Trickbox entstehen die weit über 1000 Fotos für den Trickfilm. Jede einzelne Einstellung muss von den jungen Filmer sorgfältig arrangiert werden. Foto: Petra RopersIn der Trickbox entstehen die weit über 1000 Fotos für den Trickfilm. Jede einzelne Einstellung muss von den jungen Filmer sorgfältig arrangiert werden. Foto: Petra Ropers

Bad Iburg. Eine kleine, aber engagierte Filmcrew ist in Bad Iburg ans Werk gegangen. Im und am Waldkurpark ist zum Ferienpass ein echter Trickfilm entstanden.

Das Plakat hängt gut sichtbar an einem Baum: Im Waldkurpark findet eine internationale Fledermaus-Konferenz statt. Aus aller Welt machen sich die geflügelten Konferenzteilnehmer auf den Weg nach Bad Iburg. „Mehr verraten wir nicht“, bestimmen die jungen Trickfilmer, die unter der fachkundigen Leitung von Trickfilmproduzentin Bettina Selle an ihrem rund sechsminütigen Film arbeiten. Schließlich soll es bis zur Premiere vor den Eltern spannend bleiben.

Eine von Birgit Engelbrecht zur Landesgartenschau verfasste Geschichte bildet die Grundlage für das von Bettina Selle verfasste Drehbuch. Für dessen Umsetzung greifen die Kinder zu Bastel- und Malutensilien, Mikrofon und PC-Maus. Doch ein Film über Fledermäuse fordert echte Experten. Vor dem Dreh informierten sich die Kinder deshalb im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Landesgartenschau-Gelände über die stillen Jäger der Nacht.

Welche Fledermäuse gibt es überhaupt in Bad Iburg? Klara, Liana, Hagen und Pia kennen sich aus: „Zwergfledermaus, Langohrfledermaus, Großer Abendsegler“, zählen sie auf. Und das sind längst nicht alle. Danach wurden aus Bastelpappe Kulissen ausgeschnitten, bemalt und in der Trickbox, dem mobilen Filmstudio, Szenen aufgebaut. Eine Fledermaus soll durchs Bild fliegen? Zentimeter um Zentimeter bewegen die Kinder den nächtlichen Protagonisten weiter, während die unter der Decke der Box montierte und mit dem PC verbundene Kamera per Mausklick Foto um Foto schießt.

Weit über 1000 Fotos sind nach einer Woche Filmarbeit "im Kasten". Doch ein Film ohne Ton ist nur der halbe Spaß. Den Akteuren im Film leihen deshalb die Kinder ihre Stimme. Und auch das ist ganz wie bei den Profis: Manchmal muss eine Szene noch einmal neu verfilmt werden. „Rosalotta sollte das Plakat im Sonnenschein aufhängen“, überlegte Bettina Selle, die bereits Trickfilme mit Filmcrews vom Kindergarten- bis ins Seniorenalter gestaltete. „Alle anderen Szenen finden bei Nacht statt. Dann hätten wir einen Kontrast.“

Also zurück ins Requisiten-Bau-Studio, Sonne und Wolken basteln und die ersten Einstellungen noch einmal stellen. „Wir liegen gut in der Zeit“, zeigte sich die Regisseurin zufrieden. „Die Kinder arbeiten ganz toll mit.“ Und damit sie an ihren Dreh auch eine Erinnerung haben, bekommen alle zum Abschluss das filmische Ergebnis auf einer DVD – natürlich fachgerecht mit Fotos vom „Making off“.


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