Alternative für Glane Platz für Glaner Grundschüler schon gefunden?

Mitglieder des Stadrates schauten sich die ehemaligen Räume der Hauptschule an. Hier könnte die Lösung des Problems mit der Grundschule Glane liegen. Foto: Susanne PohlmannMitglieder des Stadrates schauten sich die ehemaligen Räume der Hauptschule an. Hier könnte die Lösung des Problems mit der Grundschule Glane liegen. Foto: Susanne Pohlmann

Bad Iburg. Nachdem der Stadtrat sich mehrheitlich gegen eine Sanierung der Grundschule entschieden hat, könnte die ehemalige Hauptschule nach Ansicht der Befürworter eine Lösung sein.

Die Räume der ehemaligen Hauptschule sind seit deren Auszug ungenutzt. Im hinteren Teil des Gymnasiums mit Eingang von der Mühlenstraße aus könnte hier das Problem für die Grundschule Glane gelöst werden. Das findet jedenfalls eine Delegation der Stadtratsfraktionen der SPD, CDU und der Grünen, die sich mit einem  Vertreter der Stadtverwaltung in Begleitung von Hausmeister Detlef Fries die Räume am Montagabend genauer ansahen. Die Räume seien geeignet, war ihre einhellige Meinung. Mit relativ geringem Aufwand könnten hier die notwendigen sieben Klassenräume zur Verfügung stehen, sowie Extraräume, Pausenhalle und Verwaltungstrakt. Am Ende hätte man hier mehr Platz als im alten Schulgebäude. Dazu könnte man auch Einrichtungen des GBI nutzen wie die Mensa und die Sporteinrichtungen. Der Landkreis als Eigentümer des Schulgebäudes hatte in den vergangenen Jahren den kompletten Gebäudekomplex baulich auf den neuesten Stand gebracht, auch bezüglich des Brandschutzes und der heute wichtigen Digitalisierung. 

Gegen diese Lösung laufen derzeit nicht nur FDP, UWG und WBG im Iburger Rat Sturm, die den Ratsbeschluss durch eine einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht unwirksam machen wollen. Gleichzeitig will eine Gruppe von Bad Iburgern per Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid erwirken. Der  soll, so die vier Sprecher der Bürgerinitiative Nicole Hartwig (Glane), Jens Holtmeyer (Ostenfelde), Simone Steffen (Iburg) und Nicolai Tzschoppe (Sentrup), "ein stark aufgestelltes Schulsystem erhalten, in dem jedes einzelne Kind gesehen wird". Kurzfristig gehe es darum, einen "chaotischen und konzeptlosen Umzug der Grundschule Glane in das Gebäude der Hauptschule zu vermeiden". 

Zwei Punkte, die unter anderem im alten Gebäude der Grundschule Glane zu Recht beanstandet werden mussten, sehen dagegen die Befürworter des Umzugs. Das Gebäude sei marode, so Stadtrat Nazih Musharbash", und die Stadt will in ein solch marodes Gebäude nicht mehr investieren." Angesichts des Zustandes und des mangelhaften Brandschutzes müsse man aber schnell eine Alternative finden, ganz abgesehen davon, ob man langfristig einen Neubau ins Auge fasse. Eine Entscheidung für die ehemaligen Hauptschulräume sei noch keine Entscheidung gegen einen Neubau, das betonten alle Vertreter des Stadtrates beim Rundgang. 

Der Landkreis habe bereits signalisiert, dass man die Räume gerne an die Stadt vermieten würde, um dort die Grundschule Glane unterzubringen. Tatsächlich befindet sich das Gebäude ja direkt an der Grenze zum Ortsteil Glane, so dass der Schulweg für die Grundschüler noch zumutbar sei. Hier könnte dann eine sichere Schule und eine modernen pädagogischen Prinzipien entsprechende Grundschule entstehen. Gerade beim zweiten Punkt konnte man im bisherigen Gebäude nicht wirklich optimale Bedingungen schaffen. 

Im nächsten Schritt will der Stadtrat die betroffenen Eltern die alternativen Räume präsentieren mit den geplanten Umbauten und Schönheitsreparaturen, so dass auch die sich davon überzeugen können, dass die Glaner Grundschüler nicht irgendwo untergebracht werden sollen, sondern eine sinnvolle Alternative in Anspruch nehmen können. Die Bedenken einiger Kritiker, dass die kleinen Grundschüler Probleme bekommen könnten mit den großen Gymnasiasten sehen die Stadtratsmitglieder nicht. Zum einen gebe es bereits eine Trennung der zwei Bereiche, zum anderen sehe man keine Anzeichen dafür, dass die Schüler nicht miteinander auskommen könnten.


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