Von Neapel in den Südkreis Italiener in Bad Iburg: Wie aus Studienreisen ein Austauschprogramm wurde

28 Austauschschüler haben sich gemeinsam mit ihren Betreuungslehrern auf den Weg von Süditalien ins Osnabrücker Land gemacht und sind nun für zehn Tage zu Gast in Bad Iburg.28 Austauschschüler haben sich gemeinsam mit ihren Betreuungslehrern auf den Weg von Süditalien ins Osnabrücker Land gemacht und sind nun für zehn Tage zu Gast in Bad Iburg.

Bad Iburg. Im Herbst des vergangenen Jahres waren 28 Schüler des Gymnasiums Bad Iburg zu Besuch im italienischen Meta. Nun konnten die Zehntklässler ihre Austauschschüler aus der Nähe von Neapel im Osnabrücker Südkreis begrüßen. Die Idee für ein solches Programm geht auf einen spontanen Einfall und das Engagement von Lehrer Uwe Sahl zurück.

Für die Verantwortlichen und Schüler des Fachbereichs Latein gehören Studienreisen nach Italien seit geraumer Zeit zum festen Ablauf des Schuljahres. Auf eben einer solchen Stippvisite kamen Uwe Sahl und seine Schüler in der beschaulichen Stadt Meta zufällig am Gymnasium Publio Virgilio Marone vorbei und fragten kurzerhand, ob man in der Schule eine Lateinstunde besuchen dürfe. „Obwohl wir in unserem Programm eigentlich keinen zeitlichen Spielraum mehr hatten, ermöglichte uns die Schule schon am nächsten Tag einen Unterrichtsbesuch. Auf diese etwas kuriose Art und Weise kam der Kontakt zustande“, erklärte Sahl, der sich vor allem über die dadurch entstandene Zusammenarbeit sehr freute. Mittlerweile habe sich aus dieser ursprünglich einfachen Schulstunde ein konkretes Austauschprogramm entwickelt und man sei sehr stolz darauf, dass man nun schon zum zweiten Mal italienische Austauschschüler in Bad Iburg willkommen heißen könne.

Uwe Sahl (links) hat in früheren Jahren bereits den heutigen Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly in Latein unterrichtet und ist mittlerweile Organisator des aktuellen Austauschprogramms


Mit der Unterstützung seiner Kollegen Helga Hagedorn, Kirsten Schulke-Brensing und Andreas Fuhren erarbeitete Sahl in den vergangenen Wochen ein umfangreiches Programm für den insgesamt zehn Tage dauernden Besuch. Neben speziellen Unterrichtsstunden stehen dabei insbesondere historische und kulturelle Besonderheiten im Vordergrund. So haben die Schüler unter anderem die Möglichkeit, lokale Unternehmen zu besichtigt, und bei Tagesausflügen nach Xanten und Köln Wissenswertes über die Römer in Deutschland zu erfahren. Aber auch ein Kochabend mit dem Austausch kulinarischer Spezialitäten fehlt nicht. 

Laut Hagedorn biete der Schüleraustausch darüber hinaus die Möglichkeit das Fach Latein für die Schüler noch attraktiver zu gestalten und europäische Zusammenhänge zu veranschaulichen. Ähnliche Worte fand auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly, der die i Gäste an seiner alten Schule begrüßte und für den europäischen Zusammenhalt warb.     

Derweil laufen bereits die ersten Planungen für den nächsten Schüleraustausch im Herbst dieses Jahres. „Die Nachfrage bei den Schülern ist groß, aber wir haben leider nur begrenzte Kapazitäten. Dennoch hoffen wir, dass wir den Schülern wieder eine tolle Reise nach Italien ermöglichen können“, so Hagedorn.


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