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Meinungen gehen auseinander Gymnasium Bad Iburg: Schüler kämpfen gegen Mittagspause

Von Heinz Schliehe

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Die Meinungen zur Mittagspause gehen bei den Schülern am Gymnasium Bad Iburg auseinander. Foto: Egmont SeilerDie Meinungen zur Mittagspause gehen bei den Schülern am Gymnasium Bad Iburg auseinander. Foto: Egmont Seiler

Bad Iburg. Große Aufregung herrschte am Mittwoch am Gymnasium Bad Iburg. Etliche Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen verließen in der zweiten Stunde die Klassenräume, nachdem bekannt geworden war, dass ihr Unterricht an zwei Tagen in der Woche durch eine Mittagspause unterbrochen werden soll.

„Dann komm ich ja erst um drei oder halb vier nach Hause.“ „Und dann noch die Hausaufgaben!“ „Wo bleiben unsere Hobbys?“ „Ich will Fußball spielen.“ Ängste machen sich bei einigen Schülerinnen und Schülern breit. Eine Unterschriftenliste gegen eine derartige Regelung macht die Runde. Von einer künftigen Ganztagsschule ist unter den Schülern die Rede.

Bislang ist das nur eine Überlegung, betont Schulleiter Klaus Eilert. So wie es schon seit Langem in Nordrhein-Westfalen gesetzlich vorgeschrieben ist, soll auch in Bad Iburg aus pädagogischen Gründen kein Unterricht länger als sechs Schulstunden am Stück dauern. Für die Oberstufe gelte das aufgrund der hohen Stundenzahl sowieso schon. Nun stehen die achten und neunten Klassen zur Debatte. Bei 34 Wochenstunden reicht eine durchgängige Sechs-Stunden-Regelung nicht. Darum sollen an zwei Tagen in der Woche nach einer Mittagspause noch zwei Stunden Unterricht folgen.

Doch das alles ist bislang nur eine Planung, sagt Eilert. Die Aufregung unter den Schülern beruhe auf einem Missverständnis, ist sich der Schulleiter sicher. Die Entscheidung gehe noch durch sämtliche Gremien. Lehrer und Schulelternrat sollen gehört werden.

Kurzfristige Information

Zuvor gibt es am Freitagvormittag eine kurzfristig angesetzte Informationsveranstaltung, in der jeder Schüler seine Meinung kundtun kann. Abschließend entscheidet dann der Schulvorstand, der sich aus Lehrern, Eltern und Schülern zusammensetzt. Das Ergebnis ist laut Schulleiter völlig offen.

Die Schülerinnen und Schüler sind geteilter Meinung, wie sich gestern in der Diskussion während der großen Pause herausstellte. Die einen begrüßen eine Mittagspause, andere möchten lieber wie bisher einen Sieben-Stunden-Unterricht an vier Tagen. Einige Schülerinnen und Schüler drohten gestern sogar mit einem Wechsel der Schule. Doch der Streik der Schüler hielt sich nach der großen Pause und einer lebhaften Diskussion mit dem Schulleiter in Grenzen.

Bereits jetzt ist das Bad Iburger Gymnasium eine freiwillige Ganztagsschule. Denn bei den Jahrgängen fünf bis sieben endet zwar der normale Unterricht vor 13 Uhr. Doch an drei Tagen in der Woche finden nachmittags noch verschiedene Arbeitsgemeinschaften statt, deren Besuch allerdings freiwillig ist.


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