Hermann Helming begeistert mit breitem Klangspektrum der Marimba Klangzauber in der Bad Iburger Dörenberg-Klinik

Von Rolf A. Habben

Virtuos an den Holzklangstäben aus Honduras-Palisander, ob mit  2, 4 oder sogar 6 Schlegeln auf einmal, Hermann Helming an der Marimba. Foto: Rolf HabbenVirtuos an den Holzklangstäben aus Honduras-Palisander, ob mit 2, 4 oder sogar 6 Schlegeln auf einmal, Hermann Helming an der Marimba. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg . Mit einem eher seltenen Schlaginstrument und seinem Programm „A fairy tale“ verzauberte Hermann Helmin die überschaubare Zahl der Besucher in der Dörenberg Klinik des Kurortes. Am Donnerstag, 21. März, gibt es eine weitere Gelegenheit, sich dem Zauber der Marimba hinzugeben.

Eindrucksvoll demonstrierte der Dozent am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück in der Reha-Klinik das breit ausgelegte Klangspektrum der Marimba, das von erdiger Atmosphäre über jazzige Einflüsse aus dem Süden der USA bis zu klassischen und volksliedhaften Elementen Europas reichte. Gleichzeitig war dessen Darbietung auch ein Exkurs über die Geheimnisse des Instruments.

Wie das Xylophon gehöre die Marimba zur Instrumentengruppe der Stabspiele, allerdings mit Klangplatten aus Holz. Meistens werde dafür Palisander oder Mahagoni verwendet, so Helming. Doch woher kommt der einzigartige, warme, runde und zugleich volle Klang dieses Instruments? „Er wird bei der Marimba allein durch das Anschlagen der Klangplatten erzeugt die dadurch in Schwingungen versetzt werden und Schallwellen entstehen lassen“, erläutert der Musiker. Den charakteristischen Klang erhielte die Marimba allerdings erst durch die Resonatoren aus Aluminium, die unterhalb der Klangplatten angebracht sind, so Helming. Sie dienen zum einen der Verstärkung des Klanges, zum anderen erhält der Ton erst dadurch seine volle, warme Klangqualität.

Entscheidend ist dabei, wie die Holzklangstäbe anschlagen und welche Schlegel benutzt werden. In der Mitte der Klangplatte ist der Ton am vollsten, während Anschläge am äußersten Rand der Platte die Halbtöne erzeugen. Auf dem Klavier wären das vergleichbar die schwarzen Tasten.

Helming, der mit seinem Percussion-Ensemble „Drum Experience“ aus Studenten der Uni regelmäßig auf der Bühne steht, zeigte in seinem variantenreichen Spiel alle Facetten der modernen Marimba. Weltmusik, Jazz und Neue Musik sind dabei die Elemente, die einen groovigen, abwechslungsreichen Sound kreieren. Wenn es darum geht, auf der Marimba neue Ideen musikalisch umzusetzen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Vielfalt seiner Trommelinstrumente, sogenannte Mallets, ob mit 2, 4 oder sogar 6 Schlegeln auf einmal, schuf zudem eine kreative und erlebnisreiche Atmosphäre.

Am Donnerstag, 21. März , tritt Hermann Helming erneut im Duo mit Marimba und Cello als "Duo son Bois" um 19.30 Uhr in der Dörenberg-Klinik auf. Das Duo will dann das Publikum mit prickelnden Rhythmen, magischen Sounds und ungewohnten Klangfarben in seinen Bann ziehen. Das Repertoire umfasst Werke des Barocks/Klassik, zeitgenössische Kompositionen und folkloristisch inspirierte Musik.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN