Kritik an Öffnungszeiten Wie entwickelt sich der Tourismus in Bad Iburg?

Von Rolf Habben

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Über die touristische Vermarktung der schönen Seiten Bad Iburgs (hier der Charlottensee) diskutierten die Mitglieder des Tourismusausschusses. Foto: Archiv/Helmut SchmidtÜber die touristische Vermarktung der schönen Seiten Bad Iburgs (hier der Charlottensee) diskutierten die Mitglieder des Tourismusausschusses. Foto: Archiv/Helmut Schmidt

Bad Iburg. Die künftige Entwicklung des Tourismus in Bad Iburg stand im Mittelpunkt der Beratungen in der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses. Der Tourismus wird demnach schon in diesem Jahr neu ausgerichtet.

Durch die Entwicklungen der Landesgartenschau sollen die Tourist-Information, das Veranstaltungsprogramm und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen touristischen Akteuren neu strukturiert werden. Die Kooperation der Landesgartenschau gGmbH, der Baumwipfelpfad Unternehmergesellschaft und der Stadt Bad Iburg soll dadurch verstärkt und damit Synergien geschaffen werden, wie es in der Mitteilungsvorlage an den Ausschuss heißt. Die organisatorische Zusammenfassung sei „zunächst auf Eis gelegt“, erläuterte Monika Schnaars, Leiterin Fachdienst Finanzen. 

Kritik an eingeschränkten Öffnungszeiten der Tourist-Info

Im Zuge der Umstrukturierungen ist Anfang des Jahres der Umzug des Amtes für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus in die Räume der Laga-Geschäftsstelle angedacht. Der Counter als Tourist-Info verbleibt aber mit einer fachlich versierten Besetzung wie bisher im Stadthaus, wie Fachdienstleiterin Anna Magdalena Bilski erläuterte. In diesem Zusammenhang stand auch die Anpassung der Öffnungszeiten der Tourist-Information an die der Verwaltung im Rathaus in der Kritik. Aktuell ist diese von montags bis freitags an den Vormittagen, sowie dienstags und donnerstags am Nachmittag geöffnet. Am Mittwoch ist sie ebenso geschlossen wie an den Wochenenden. Das sei einem Kurort mit Schwerpunkt auf Touristik nicht angemessen, bemängelte Hans-Otto Petersmann (FDP).

Eine längere Diskussion entwickelte sich auch um die Kosten der weiteren Zertifizierung als Kurort, die in einem Zehnjahresrhythmus zur Überprüfung anstehe, unter anderem auch für zwingend erforderliche diverse Gutachten, die der Kommission vorzulegen seien, berichtete Schnaars. Der Ansatz in Höhe von 40.000 Euro beinhalte auch Puffer für unvorhersehbare Ausgaben. Die Angelegenheit werde bei den Haushaltsberatungen weiterverfolgt, ergänzten der Ausschussvorsitzende Heinz Ewald Wallenstein (SPD) und Schnaars.

Fangzaun für den TuS?

Zur Beratung stand im weiteren Verlauf auch der Antrag des TuS Glane auf einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zur Finanzierung eines Fangzauns für den Ballsport. Das Spielfeld des Sportvereins liegt unmittelbar an der angrenzenden Straße mit Parkplätzen. Ausschussmitglied Manfred Tobergte (Bündnis 90/Die Grünen) bemängelte, dass lediglich ein Angebot eingeholt sei. Mehrheitlich mit Zustimmung aus Verkehrssicherungspflichten verwies der Ausschuss bei zwei Enthaltungen den Antrag an den Verwaltungsausschuss.

Ebenfalls zur Beratung stand der Antrag Daniel Schneiders (Bündnis 90/Die Grünen), das Abbrennen von Feuerwerken zu Silvester an einer zentralen Stelle zu veranstalten. Auch wenn der Antrag im Ausschuss im Blick auf die Feinstaubbelastung begrüßt wurde, fand er bei acht Ablehnungen keine Mehrheit.

Downhill-Verbot

Das Verbot des „Downhill“-Fahrradfahrens im Dörenberg brachte ein Zuhörer aus der Mitte zahlreich anwesender Schüler des Projektes „Kommunalpolitische Bildung“ der Realschule auf. Ulrich Ortmeyer, Leiter Fachbereich Ordnung, erläuterte die „besondere Konstellation Bad Iburgs in dieser Sache“. Touristisch sei diese Aktivität durchaus wünschenswert, viele Wälder seien jedoch im Privatbesitz und FHH-Gebiete, neben haftungs- und ordnungsrechtlichen Fragen stünde auch das Niedersächsische Waldgesetz den aus seiner Sicht berechtigten Interessen entgegen.


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