Schnuppertag im Gymnasium Bad Iburg Eine Schule zum Anfassen

Das macht Lust auf den Sportunterricht: Die Kletterwand in der Sporthalle war eine von vielen Attraktionen beim Schnuppertag im Gymnasium Bad Iburg. Foto: Rolf HabbenDas macht Lust auf den Sportunterricht: Die Kletterwand in der Sporthalle war eine von vielen Attraktionen beim Schnuppertag im Gymnasium Bad Iburg. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg Einen ersten Eindruck konnten sich jetzt sowohl Eltern als auch angehende Schüler von dem vielfältigen Angebot und der Arbeit am Gymnasium Bad Iburg (GBI) verschaffen. Die lebendige Lern- und Lehrwelt stellte die gesamte Schulgemeinschaft aus Schülern und Lehrerkollegium des GBI den angehenden Schülern und deren Eltern einen ganzen Nachmittag im Schulgebäude vor.

Eine Schule zum Anfassen, und das im besten Wortsinn, zum Zuschauen und Mitmachen, mit Musik und vielerlei Aktionen. Aufregend, anregend und neugierig machend. In geführten Wanderungen durch die Räumlichkeiten des Gymnasiums wurden die Arbeit in den Fachschaften sowie besondere Projekte und Angebote lebendig. Mit vielerlei, teils aufwendigen Präsentationen wurden nicht in „drögen“ Stundenplänen die zuweilen ebenso trockenen Inhalte der Unterrichtsfächer vorgestellt, nein, lebendige Stoffvermittlung stand auf dem Stundenplan, Edutainment als unterhaltsames Lernen im besten Sinn.

Interesse für Latein wecken

Kann man beispielsweise das Unterrichtsfach Latein auch spannend und sogar schmackhaft machen? Ja, kann man, wie Schüler der Jahrgangsstufe 11 an ihrem Präsentationsstand im Forum Romanum bewiesen. Römische Statuen und Skulpturen, Römerhelme oder die Toga als Gewand freier römischer Bürger zum Anprobieren bereicherten die Präsentation und vermittelten zugleich bildhaft Jahrhunderte alte antike Geschichte. Römische Küche mit allerlei kleinen Snacks, wie das „Morentum“ als Paste aus Käse, Knoblauch und Kräutern, rundeten die Darbietung gelungen ab.

Mit der Anmeldung zum Gymnasium seien Latein oder Französisch als 2. Fremdsprache zwingend gefordert, klärt Fachobmann Latein, Uwe Sahl, auf. Die romanische Sprache bilde und öffne den Geist, das GBI als Europaschule vermittle mit Latein daher auch den gemeinsamen Rahmen und die Wertewelt Europas, ist Sahl überzeugt. Auch das Fach Französisch wartete mit allerlei Kurzweil auf. Anhand von Kärtchen mit französischen Wörtern war die deutsche Übersetzung herauszufinden, wobei „le bonbon“ oder „la parfum“ eingedeutscht noch die geringsten Schwierigkeiten bereiteten. „Bienvenue á notre défilé“ hieß es zur Eröffnung der Modenschau auf dem Catwalk. Mit französische Chansons als musikalische Untermalung waren zur Stärkung original französische Crêpes im Angebot.

Mit Schauspiel zum Abitur

Gleich nebenan im Theaterraum bot aus der Jahrgangsstufe 12 die Fachschaft „Darstellende Spielkunst“ ihre Aufführungen an. Das Fach sei eine Besonderheit des GBI und nicht an allen Schulen präsent und darüber hinaus sogar anerkanntes Prüfungsfach zum Abitur, hieß es.

Die mächtige Kletterwand in der angrenzenden Sporthalle war erwartungsgemäß Anziehungspunkt und Attraktion zugleich. Mit der Armbrust als mittelalterliche Waffe konnten selbst die Jüngsten auf Wildschweinjagd als Attrappe gehen. Schattentheater, Märchenrallye, Mäuserennen der Cäsaren Cäsar und Augustus mit echten Mäusen, Puzzles, Videos, Darstellungen mittels Beamer und mancherlei Quiz, inszeniert von den Fachschaften Biologie, Chemie und Physik über Deutsch und Englisch bis hin zu Kunst, Mathematik, Erdkunde oder Politik und Philosophie zeigten die Vielseitigkeit visuell, spielerisch und physisch „handgreiflich“ auf.

Der Schnuppertag als Tag der offenen Tür werde schon seit Jahren gleichzeitig auch als Schulfest ausgerichtet, betonen Schulleiterin Christiane Schneider und Christian Hohaus, Koordinator Stunden- und Vertretungsplan. Mit Feuereifer und viel Engagement aller Beteiligten sei man an die aufwendige Vorbereitung herangegangen. Mit mehreren Hundert Besuchern wurde das GBI augenscheinlich belohnt.


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