Nachfolger von Ursula Stecker Bekanntes Gesicht: Dörenberg-Klinik hat neuen Leiter

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Zurück in der Heimat: Jörg Buchloh ist neuer kaufmännischer Leiter der Dörenberg-Klinik. Foto: Michael GründelZurück in der Heimat: Jörg Buchloh ist neuer kaufmännischer Leiter der Dörenberg-Klinik. Foto: Michael Gründel

Bad Iburg. Die Dörenberg-Klinik hat einen neuen kaufmännischen Leiter. Nachdem Ursula Stecker ihr Engagement in der Reha-Klinik beendet hat, hat Jörg Buchloh Ende vergangenen Jahres die Leitung des Hauses übernommen. Der Neue ist in der Region kein Unbekannter. Buchloh war von 2001 bis 2009 Geschäftsführer des Diakoniewerks Osnabrück.

Die letzten sieben Jahr hat er in Bielefeld gearbeitet. Bei den Evangelischen Kliniken Bethel mit 27 Fachabteilungen und 1700 Betten war er als kaufmännischer Direktor für eines von zwei Direktorien tätig. Bethel ist das größte diakonische Unternehmen in Deutschland.

Jetzt also die Dörenberg-Klinik mit 230 Betten. Ein Kontrastprogramm, das dem Hagener gefällt. "Hier bin ich deutlich näher dran an den Mitarbeitern, kenne hoffentlich schon bald alle 225 Namen und kann schneller etwas bewirken", freut sich Jörg Buchloh über die Überschaubarkeit der Klinik nach der Anonymität des Großkrankenhauses.

Vom Keller bis zum Dachgeschoss

Er laufe viel durchs Haus, "vom Keller bis zum Dachgeschoss", und verlaufe sich nach sechs Wochen zwar noch manchmal, finde aber immer wieder in sein Büro zurück. "Die Mitarbeiter sind so nett und wollen mir dabei helfen, aber dann lerne ich die Wege nicht aus eigener Erfahrung."

Mit Vorgängerin Ursula Stecker habe es eine kurze Übergabe gegeben, "im Januar fahren wir auch noch gemeinsam zu den Kostenträgern", erzählt Buchloh.

In einem Akutkrankenhaus ist es viel rödeligerJörg Buchloh


Von den 230 Betten des Hauses sind inzwischen 60 für geriatrische Patienten bestimmt. Die Zimmer sind teilweise modernisiert. 2019 kommt eine neurologische Abteilung mit zunächst zwölf Betten hinzu, für die Zimmer und Bäder ebenfalls verändert werden müssen. Mit einem Chefarzt für die Neurologie sei man bereits im Gespräch. Das Personal wie die Physiotherapeuten würde für seine neuen Aufgaben qualifiziert.

"Das Interesse der Ärzte an der Dörenberg-Klinik ist da", und auch Pflegepersonal zu finden sei nicht besonders schwierig. Das liege sicherlich auch daran, dass es in einem Akutkrankenhaus "viel rödeliger" sei, meint Jörg Buchloh: "Bei uns ist vieles planbar."

Mit den neuen Abteilungen Geriatrie und Neurologie sind wir gut aufgestelltKaufmännischer Leiter Jörg Buchloh


"Mit den neuen Abteilungen Geriatrie und Neurologie nehmen wir die Entwicklung der Zukunft vorweg", ist er sicher. "Damit sind wir für die nächsten 30, 40 Jahre gut aufgestellt." Orthopädische Rehabilitationen würden heute schon oft rein ambulant durchgeführt.

Neue Fachrichtungen stellen das Team vor neue Herausforderungen: "Wir haben einen geriatrischen Patienten, der von seiner Ehefrau begleitet wird. Sie hat eine Verordnung für eine häusliche Betreuung, die wir nicht leisten können. Nun kommt während des Klinikaufenthalts der beiden für sie ein Pflegedienst ins Haus."

Offen für Fragen und Probleme

Buchloh ist es wichtig, dass die Mitarbeiter mit Fragen wie dieser jederzeit zu ihm kommen. "Ich versuche einen kooperativen Führungsstil, nah am Mitarbeiter und präsent zu sein", betont er. "Da auch die Pflegedienstleitung gewechselt habe, sei es schön, gemeinsam neu anzufangen. Geschäftsführer der Dörenberg-Klinik bleibt Michael Böckelmann.

Ursula Stecker war von 2013 bis 2015 zunächst Sanierungsgeschäftsführerin der Klinik, später bis November vergangenen Jahres kaufmännische Leiterin – und leitete parallel die Laga-Gesellschaft.  

Jörg Buchloh hatte 2001/2002 die Geschäftsführung des Diakoniewerks übernommen. Die Einrichtung war damals in eine existenzbedrohende Krise gerutscht. Hauptursache waren die im Alten-Wohnstift Westerberg aufgelaufenen Millionenverluste. Durch eine Neuorganisation konnte die Insolvenz abgewendet werden. Der Trägerverein wurde in eine gGmbH umgewandelt. 

Früher beim Diakonie-Werk

2004 standen die Diakonie-Kliniken Dissen und Georgsmarienhütte wegen des Krankenhausbedarfsplanes des Landes auf dem Prüfstand: Dieser sah vor, 20 Prozent der Krankenhäuser mit weniger als 200 Betten zu schließen. 128 Mitarbeiter in Dissen und GMHütte mussten gehen. Buchloh erklärte damals: "Das ist leider die einzige Möglichkeit, die Zukunft unserer Einrichtung zu sichern." In GMHütte wurden Betten abgebaut. Man wollte sich auf den Standort Dissen konzentrieren. 

2009 trennte sich das Diakoniewerk dann überraschend von Buchloh, der dem Vernehmen nach in einen offenen Dissens mit dem Aufsichtsrat über die weitere Konzeption insbesondere für das Diakonie-Klinikum in Dissen geraten war. Das Haus wurde 2014 geschlossen.


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