Krippenvielfalt Averbecks Hof Heimatverein Glane und Averbeck-Stiftung stellen aus

Von Rolf A. Habben

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Macher der Krippenausstellung in Averbecks Hof (von links) Josef Morgret, Ag-nes Wiemann, Heimatverein Glane, Heinz Köhne, Averbeck Stiftung, Gerhard Lohmeier, Verein Krippenfreunde, sowie Josef Zirp. Foto: Rolf HabbenDie Macher der Krippenausstellung in Averbecks Hof (von links) Josef Morgret, Ag-nes Wiemann, Heimatverein Glane, Heinz Köhne, Averbeck Stiftung, Gerhard Lohmeier, Verein Krippenfreunde, sowie Josef Zirp. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg - Glane. Mehr als 25 Krippen aus unterschiedlichsten Materialien können Besucher jetzt in Averbecks Hof bewundern. Ergänzt wird die Ausstellung mit Fototafeln zu den Weihnachtskrippen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Landkreis.

 Blickfang der Ausstellung ist ohne Frage ein Krippenblock mit bis zu 120 Zentimetern großen Holzfiguren, geschnitzt von Josef Zirp aus dem benachbarten Hagen. Die Gemeindeverwaltung hatte Zirp gefällte Lindenbäume überlassen, erzählte die Vorsitzende des Heimatvereins Agnes Wiemann. Und: „Die Figuren standen sogar schon in der Marktkirche in Hannover“.

Große Aufmerksamkeit zog bei der Eröffnung zudem die imposante Krippe von Josef Morgret auf sich, mit Darstellung der Flucht nach Ägypten als Tonarbeit von Waltraud Karrenbrock. Die Krippe zeigt mit viel Liebe zum Detail neben der Heiligen Familie, den Hirten und den Königen aus dem Morgenland auch Figuren wie den Kiepenkerl, Kirchgänger oder eine Mutter mit ihrem Kind. Sie sind umringt von einer großen Anzahl von Schafen, Ziegen, Kühen, sogar von Schweinen und Enten. Nicht weniger eindrucksvoll sind die Hauskrippen aus Peru und aus Kolumbien. Klein aber fein präsentiert sich dagegen eine  nur zwei Zentimeter große Krippe aus Marolin.

Ein Hingucker ist auch die um 1930 entstandene Krippe in einer Hutschachtel. „Die haben wir bei Auf-räumarbeiten 2010 im Heimathof gefunden und war Anstoß, erstmals eine Krippenausstellung ins Leben zu rufen, berichtete Agnes Wiemann. Seit acht Jahren gibt es die Ausstellung nun schon, die durch Kooperation mit dem Kulturbüro des Landkreises, dem Diözesan Museum und nicht zuletzt mit dem Verein für Krippenfreunde Osnabrück-Emsland um den Vorsitzenden Professor Gerhard Lohmeier, der eine ganze Reihe von Krippen beisteuerte, eine positive Entwicklung genommen. Seit Jahren sammelt der Freundeskreis Krippen und rettet sie damit vor dem Vergessen.

Heinz Köhne, Vorstand der Averbeck Stiftung, freut sich, dass aus den ersten Kontakten ein ständiges Miteinander und Zusammengehen geworden ist. Die vielgestaltigen Krippen seien auch ein Hinweis auf die Not der Herbergssuche damals wie heute im Nahen Osten. „Für die Älteren unter uns auch ein Erinnern an Kriegs- und Nachkriegszeit“, so Köhne.

Agnes Wiemann betonte bei der Eröffnung, dass Krippen auch ein Kulturgut seien und bedankte sich bei den teilweise geschenkten Figuren von Familien sowie für die vielfältigen Hilfen bei der Vorbereitung dieser Ausstellung.

Einen hochinteressanten und informativen Exkurs zum Thema „Die Heiligen drei Könige“ gab Gerhard Lohmeier zur Einführung in die Ausstellung. Visualisiert mittels Beamer beleuchtet er die Geschichte und künstlerischen Darstellungen in Schriften, Holzschnitten und Mosaiken der drei Weisen aus dem Morgenland, beginnend mit der ältesten in den Katakomben von Rom über Jahrhunderte bis in die Neuzeit.

Den musikalischen Beitrag lieferten Lohmeiers Enkelkinder mit Finn an der Gitarre und Paula an der Ukulele.

Die Krippenausstellung ist in den kommenden Wochen mittwochs und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet oder nach Vereinbarung unter Telefon 05403/780 486. Infos unter www.heimatverein-glane.de.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN