Heimatvereine auf der Palme Grünkohlessen mit allerlei Kurzweil Im Saal Tovar in Bad Iburg

Von Rolf A. Habben

Einzug des Maskottchens Rosalotta anlässlich des Grünkohlessens des Heimatvereins Glane im vollbesetzten Saal Tovar. Foto: Rolf HabbenEinzug des Maskottchens Rosalotta anlässlich des Grünkohlessens des Heimatvereins Glane im vollbesetzten Saal Tovar. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Auf die Palme gingen die Mitglieder dreier Vereine beim traditionellen Grünkohlessen im Saal der Gaststätte Tovar.

Winterzeit ist Grünkohlzeit. Rund 220 hungrigen Mäulern servierte das Team um Chefköchin Ute Koch die schmackhaft zubereitete "Palme des Nordens", wie das Grüngemüse hierzulande auch genannt wird. Ist schon der Grünkohl selbst mit gesunden Ballaststoffen ausgestattet, sorgten vielerlei Beilagen wie Kohlwurst, geräu-cherte Mettenden, Kasseler Koteletts sowie geräucherter Speck und Bratkartoffeln für weiteren wohlschmeckenden Ballast. Der allerdings auch mit dem einen oder anderen geistigen Getränk abgemildert werden konnte.


Krautjünger aus Politik, Verwaltung und Vereinen

Zahlreiche Jünger des grünen Krauts aus Politik, Verwaltung, sowie aus dem Vereinsleben und der Kirche begrüßte Agnes Wiemann als Vorsitzende des diesmal ausrichtenden Heimatvereins Glane  im vollbesetzten Saal. Angereichert wurde die deftige Mahlzeit durch ein buntes Unterhaltungsprogramm, das Charlotte Haring und Klaus Rodefeld gestalteten, die gleichzeitig als Moderatoren auch durch den Abend führten.

Für die sportlich-akrobatische Einlage sorgten die Einradmädchen  des TuS Glane unter der Leitung von Leonie Brandwitte, ehe mit dem Rosalotta-Song als Klatschmarsch das Maskottchen der zu Ende gegangenen Laga Einzug hielt. In ihrer Rückschau auf die Laga hoben Haring und Rodefeld besonders das unerwartet hohe Engagement zahlreicher ehrenamtlichen Helfer und Gästeführer hervor. Ohne sie wäre alles nicht so gut und reibungslos verlaufen. Die positive Akzeptanz zeige sich auch an der überwältigenden Zahl verkaufter Dauerkarten. „Der Spirit, den die Laga verbreiten konnte, muss nun weitergetragen werden“, so die Moderatoren, die zudem mit einer weiteren Zahl überraschen konnten. Aneinandergereiht seien 3,6 km Bratwurst auf der Laga verzehrt worden, das entspräche in etwa der Entfernung vom Saal Tovar bis zum Rathaus in der Innenstadt.

Laga-Rückblick in Versform

Einen besinnlichen Rückblick auf die Laga gab im Versreim Anneliese Grave. Sie sparte dabei auch nicht mit Kritik am Rat und prangerte in wohlgesetzten Worten den Pessimismus im Vorfeld der Laga an. Erst ein Bürgerentscheid habe die Laga ermöglicht, die Am Ende auch Gegner und Skeptiker überzeugen konnte. Das Ende der Laga sei ganz sicher mit einem Wermutstropfen verbunden, aber „niemals geht man so ganz“, ist sich Grave in ihrem Gedicht sicher.

Änne und Klärchen

Als Höhepunkt des Abends zeigte sich das humoristische Duo „Änne und Klärchen“ in ihren Rollen als Gästeführerin und Besucherin der Laga. In ihrem Erfahrungsbericht konnten beide die eine oder andere Pointe zum Besten geben. Ihr abschließendes Resümee: „Iburg kann Laga“.

Zum Ausklang spielte Maria Anna Schröder mit ihrem Schifferklavier auf und ein gemeinsames Singen, unter anderem des Glaner Heimatliedes beendete einen stimmungsvollen, teils ausgelassenen Abend.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN