Von der Sparkassenstiftung 30.000 Euro für Osnabrücker Schülerforschungszentrum

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Der von Nora (links) und Lotta (rechts) entwickelte Spendenroboter nimmt gern den 30 000-Euro-Scheck der Sparkassenstiftung für die Förderung von technischem und naturwissenschaftlichem Erfindergeist bei Mädchen und Jungen entgegen. Foto: Petra PieperDer von Nora (links) und Lotta (rechts) entwickelte Spendenroboter nimmt gern den 30 000-Euro-Scheck der Sparkassenstiftung für die Förderung von technischem und naturwissenschaftlichem Erfindergeist bei Mädchen und Jungen entgegen. Foto: Petra Pieper

Bad IBurg. Für die Förderung der technischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten von Mädchen und Jungen im Südkreis überreichte die Sparkassenstiftung dem Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück einen 30.000-Euro-Scheck.

Er sei „total begeistert“ von ihrem Erfindungsreichtum und ihrer Zielstrebigkeit, lobte Landrat Michael Lübbersmann junge Roboterkonstrukteure in der Grundschule Glane, und er unterstütze die Technikförderung „aus tiefer Überzeugung“. Gemeinsam mit Ralf Hellige, dem Geschäftsführer der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, überreichte der Landrat den Scheck an Johannes Brockmeyer vom Schüler-Forschungs-Zentrum (SFZ) Osnabrück. 

Wir verstehen uns als eine Art kognitiver SportvereinJohannes Brockmeyer (SFZ)

Das SFZ ist eine aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanzierte außerschulische Forschungseinrichtung, die entdeckungsfreudige und wissbegierige Schüler in den Bereichen Technik, Informatik und Naturwissenschaften fördert. „Wir verstehen uns als eine Art kognitiver Sportverein“, führte Brockmeyer aus, „der sowohl Breiten- als auch Spitzenförderung betreibt.“

Schon Zweitklässler bauen Roboter

So finden an der Grundschule Glane unter der Leitung von Lehrerin Claudia Stieve schon seit sechs Jahren verschiedene Begabungsangebote für junge Forscher statt, die seitdem von mehr als 60 Schülern wahrgenommen wurden. Bereits ab der zweiten Klasse können die Kinder mit dem Spielzeug „Lego WeDo“ geradezu intuitiv kleine Roboter bauen und programmieren. Die größeren Schüler konstruieren anspruchsvollere Geräte. Mathis und Fynn zum Beispiel demonstrieren, wie ihr Tornister-Roboter eine schwere Schultasche transportiert. Das Nachfolgemodell ist dank Raupentechnologie sogar in der Lage, Bordsteinkanten und Treppenstufen zu überwinden.

Herausforderung Gleichgewicht halten

Jeden Donnerstagnachmittag findet eine altersgemischte AG statt, zu der auch ehemalige Schüler wie Lotta und Nora kommen, die bereits das Gymnasium oder die Realschule besuchen. Die beiden Mädchen haben einen sogenannten „Spendenroboter“ erfunden, der sich für eine Münz-Geldspende mit einem Handschlag „High five“ bedankt. Damit der „Maschinenmensch“ auch Schecks entgegennehmen kann, bedarf es vermutlich einer kleinen technischen Veränderung. Offenbar ist es nach Erfahrung der jungen Forscherinnen nicht so einfach, dass der Roboter das Gleichgewicht behält, vor allem bei höheren Scheckbeträgen.

Spende geht an mehrere Schulen im Südkreis

SFZ-Vorstandsmitglied Brockmeyer jedenfalls bedankte sich für die „großzügige Spende“, die auf verschiedene Schulen im Südkreis verteilt werde. Sowohl die Robotics AG in Glane, die Umwelt-AG in Bad Laer, die Chemie-AG am Gymnasium Oesede und weitere Forscher-Kurse in Dissen oder Melle würden unterstützt. Das Geld werde in Zubehör und die Finanzierung studentischer Hilfskräfte investiert.

Die Glaner Schüler überlegen derweil, mit welchen Prototypen man auf der 2019 stattfindenden „Ideenfang“, dem Schülerwettbewerb zur Ideen-Expo, Eindruck machen kann. Vorschläge wie „Kuschelroboter“ und „Vorlese-Mama-Roboter“ finden keine rechte Zustimmung. Die Mädchen planen eher einen „Müllaufsammelroboter“, die Jungen liebäugeln mit einem „Hund“.


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