130.000 Tulpenzwiebeln später Zahlen, Daten, Fakten: Die Landesgartenschau zieht Bilanz

Von Frederik Tebbe und Judith Lammers

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Bei der Abschlusspressekonferenz der Landesgartenschau in Bad Iburg gab es reichlich Zahlen, Daten und Fakten zu den letzten 180 Tagen. Eine wichtige Botschaft: Die schwarze Null wurde erreicht. Foto: Jörn MartensBei der Abschlusspressekonferenz der Landesgartenschau in Bad Iburg gab es reichlich Zahlen, Daten und Fakten zu den letzten 180 Tagen. Eine wichtige Botschaft: Die schwarze Null wurde erreicht. Foto: Jörn Martens

Bad Iburg. Das Veranstaltungsteam ist mit der Landesgartenschau in Bad Iburg zufrieden. Die schwarze Null wurde erreicht, die Laga zahlenmäßig bis ins Detail ausgewertet. Herausgekommen sind allerhand Daten und Fakten - von der Gesamtlänge aller verkauften Bratwürste, den gepflanzten Tulpenzwiebeln bis zum Profil des durchschnittlichen Laga-Besuchers.

Der besucherstärkste Monat war der September, der besucherstärkste Tag Pfingstsonntag. Doch das heiße Sommerwetter verhieß nicht nur nur Gutes für die Landesgartenschau: Im Juni war das Besucheraufkommen am schwächsten, denn hohe Tagestemperaturen über 28 Grad schrecken die Gäste eher ab, als dass sie anlocken.

Der Durchschnittsbesucher

500 der insgesamt 580.000 Besucher befragte die IHK und ermittelte auf dieser Grundlage das Profil des durchschnittlichen Laga-Besuchers. Dieser reiste mit dem Auto aus etwa 50 Kilometern im Umkreis an, war im Schnitt 55 Jahre alt und blieb für einen Tag. Er befand sich in einem Angestelltenverhältnis, hatte einen mittleren bis hohen Bildungsgrad, war in einer Gruppe zu Besuch und gab im Schnitt 35 Euro pro Tag auf dem Veranstaltungsgelände aus - die Kosten für den Eintritt nicht mitgerechnet.

Dafür wurde dem Gast einiges aus der Pflanzenwelt geboten: 130.000 Tulpenzwiebeln, 16.500 Zwiebelpflanzen wie Narzissen und Hyazinthen und etwa 700 Rhododendren wurden auf der Laga gepflanzt. Hinzu kamen rund 240 Bauernhortensien sowie 700 Kürbisse und circa 2500 weitere Pflanzen wie Sonnenblumen oder Dahlien. Allein in den Themengärten und auf den Blütenterassen wurden zur Bewässerung etwa 5000 Kubikmeter Wasser verwendet. Die Beete der Blumenhalle beanspruchten 90 Kubikmeter Sand und 360 Säcke Blumenerde.

3,6 Kilometer Bratwurst

In Sachen Gastronomie zeigt sich die Landesgartenschau weniger gesundheitsbewusst als mit ihrem Programm rund um WaldbadenYoga, Kneipp und Co.: Etwa 2,3 Tonnen Schnitzel wurden im Lauf der letzten 180 Tage verkauft. Würde man alle gegrillten Bratwürste aneinanderreihen, ergäbe sich eine Gesamtlänge von 3,6 Kilometern. Gut sieben Tonnen Pommes kamen auf die Teller und etwa 3000 ganze Landkuchen vom Blech. Für den Ausgleich zu all den Aktivangeboten für die Laga-Gäste gab es 82 Teakholzbänke, 50 Liegestühle, 35 Sitzsäcke und 20 Sitzkissen für die gemütliche Pause. Wer die etlichen Stufen hinauf zum Baumwipfelpfad nicht erklimmen, aber dennoch die gute Aussicht über Bad Iburg genießen wollte, nahm den Aufzug. Der fuhr 99.700 Mal.

Die Laga war ein gern gesehenes Ausflugsziel für Gruppen, besonders samstags. 1555 Gruppen mit insgesamt 35.600 Gästen besuchten das Gelände. Im Laufe der Landesgartenschau fanden rund 1500 große und kleine Veranstaltungen statt. An den über 1000 Führungen nahmen rund 20.000 Besucher teil.

Für Schulen und Kindergärten wurden im "Grünen Klassenzimmer" 74 verschiedene Themen rund um Natur, Umwelt, Kunst, Gesundheit und Medien angeboten, von denen 54 gebucht worden sind. Über 5000 Kinder aus 65 Schulen und Kindergärten aus 27 Orten haben das "Grüne Klassenzimmer" besucht. 

96 ehrenamtlich Tätige haben beim Gelingen der Landesgartenschau geholfen. Sie arbeiteten in 180 Tagen rund 90 Stunden pro Kopf.


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