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11.10.2018, 14:49 Uhr DER ERFOLG UND DIE FOLGEN: EIN KOMMENTAR

Für Bad Iburg geht's nach der Laga auf die Langstrecke

Von Stefanie Adomeit


Nur nicht stillstehen: Für Bad Iburg geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Foto: Jörn MartensNur nicht stillstehen: Für Bad Iburg geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Foto: Jörn Martens

Bad Iburg. Kurzstrecke können die Iburger. Das haben sie in den vergangenen sechs Monaten mit Glanz und Gladiolen bewiesen. Sie spurteten zum Eröffnungstag und schenkten der Region eine furiose Landesgartenschau.

Ordentlich Rückenwind bliesen Landkreis und Tourismusverband über den Dörenberg, auch aus den Nachbarorten strömte er heran. Vereine und 100 Ehrenamtliche pusteten fleißig mit. 

Diese Landesgartenschau hat gezeigt, dass das Konzept Zukunft hat. Dabei spielten die Blumen im Strauß der Angebote eine wichtige, aber nicht die Hauptrolle. Was beweist, dass Gartenschauen viel mehr als betuliche Blümchenschauen sind. Voraussetzung dafür ist ein vernünftiges Konzept, gerne auch ein trendbewusstes. Mit dem manchmal belächelten Waldbaden setzte Bad Iburg einen Pflock ins touristische Angebot im Teuto.

Und nun? Das selbst gesteckte Ziel ist erreicht. Die Besucherzahlen sind mehr als gut, die Stimmung ist bestens. Das neue Gemeinschaftsgefühl strahlt über Parks und Gärten. Zeit, innezuhalten und Luft zu holen. Nur nicht zu lange.

Denn das Wichtigste kommt erst noch. Die Iburger werden sich überlegen müssen, wie sie ihre alten und neuen touristischen Qualitäten vom Sprint auf die Marathonstrecke bringen. Dafür brauchen sie einen langen Atem.

Und der will trainiert werden. Dabei drohen Muskelkater und Seitenstiche, womöglich Knatsch im Team, mancher wird sich vielleicht zurückgelassen fühlen.

Umso mehr braucht die Stadt Menschen, die den viel gepriesenen „neuen Zauber“ immer wieder befeuern. Persönlichkeiten mit touristischer Expertise und menschlicher Größe. Ansonsten könnte sich die Magie der vergangenen Monate schneller verflüchtigen wie ein Hauch Blütenstaub.


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