Was bleibt von der Laga? Bad Iburg: Touristisches Zentrum verschiebt sich in Waldkurpark

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Im Zentrum der Überlegungen zur Bad Iburger Zukunft steht der Baumwipfelpfad. Von dort streift der Blick zum Schloss, das als kulturelles Highlight vermarktet werden soll. Foto: Christoph AssiesIm Zentrum der Überlegungen zur Bad Iburger Zukunft steht der Baumwipfelpfad. Von dort streift der Blick zum Schloss, das als kulturelles Highlight vermarktet werden soll. Foto: Christoph Assies

Bad Iburg. Bad Iburg nach der Landesgartenschau. Wie soll die Stadt aussehen, was darf bleiben, was muss sich verändern? Dafür gibt es jetzt ein Diskussionspapier, das wichtige Themen anspricht und Ideen anstößt.

Der Entwurf basiert auf Gesprächen zwischen der Stadt und zahlreichen anderen Akteuren, der Laga-Gesellschaft, dem Landkreis, dem Tourismusverband Osnabrücker Land, dem Rat und Geschäftsleuten.

Für die Laga wurden Bauten geschaffen, Entwicklungen angestoßen und Impulse gesetzt, die nicht verpuffen sollen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern ein Zukunftskonzept zu entwickeln.

Zum Auftaktgespräch traf man sich Ende Juli. Das Papier wird nun bis in den Herbst fortgeschrieben und soll als Informations- und Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung der Stadt Bad Iburg und ihres Tourismus nach der Landesgartenschau dienen, die am 14. Oktober ihre Eingangstore schließt.

Ein Geschäftsführer für beide

Anschließend soll ein gemeinnütziger Zweckbetrieb gegründet werden, der beispielsweise die Rasenpflege und andere leichte Arbeiten übernehmen soll. Diese Firma soll Menschen mit Handicap im gärtnerischen Bereich ausbilden und qualifizieren. Die Wechselflorflächen müssen von professionellen Gärtnern gepflegt werden. Das Laga-Gelände wird angepachtet und soll für kleinen Eintritt zugänglich sein.

Für den Baumwipfelpfad wird eine eigene Firma gegründet. Deren Aufgaben sind zum einen der Betrieb des künftig kostenpflichtigen Wipfelpfades, zum anderen der der Touristinfo für die Stadt. Die Stadt soll dafür ihr eigenes Personal einbringen. Ziel ist die Bündelung von Ressourcen am Standort der Laga-Geschäftsstelle.

Ein Grund für diesen Zusammenschluss ist die Verlagerung des natur-touristischen Zentrums der Stadt in Richtung Waldkurpark. Deshalb muss eine gute Verknüpfung zwischen Waldwipfelpfad, Charlottenseepark und Kneipperlebenispark entstehen.  Die Laga-Anlagen fördern diese Verbindung, müssen aber auch gepflegt werden.

Laga gGmbH und Baumwipfelpfad Unternehmergesellschaft (UG) könnten von einem Geschäftsführer betreut werden.

Media-Stele neben dem Stadthaus

Im Stadthaus würde ein Thekenbereich als städtische Informationsstelle mit Prospekten und Ticket-Verkauf bleiben. Zusätzlich könnte eine Media-Stele neben dem Stadthaus rund um die Uhr Informationen liefern.

Das bekannte Laga-Logo könnte bleiben, der Slogan "Tauch ein" weiter für Bad Iburg werben. Man könnte aber auch zu dem Spruch "Wandern, Wald, Wipfelpfad – Zauberhafte Stadtkultur zwischen Schloss und Wald" wechseln.

Wichtig ist allen Akteuren, dass der Bereich rund um den Baumwipfelpfad die Themen Naturerleben, Aktiv-Tourismus, Gesundheitswesen, Waldbaden, Kurse und Gartenkultur aufgreift. Über die bekannte Sichtachse gelangen die Besucher von dort in den Charlottenseepark und weiter in den Kneipperlebnispark, welche die Themen Wasser, Kneipp, Blumen, Entspannung, Strand und Veranstaltungen aufgreifen.

Kneippanlagen im Gesundheitszentrum reaktivieren?

Das Schloss thront dann als kulturelles und historisches Highlight über allem und lädt in Verbindung mit der Innenstadt zum Shoppen, Genießen und Flanieren ein. Die gut ausgeschilderten Parkplätze mit Entfernungsangaben sollen durch einen Parkring miteinander verbunden werden. 

Weil sich Bad Iburg 2020 als Kneippkurort rezertifizieren lassen möchte, soll überprüft werden, ob Kneippbecken und Gussanlagen im früheren Gesundheitszentrum reaktiviert werden können. Denn die Dörenberg-Klinik hat gar keine Kneippanlagen, die Reha-Klinik Sonnenhof sieht diese nur für ihre Patienten vor. Sie öffentlich anzubieten, ist aber verpflichtendes Kriterium für einen Kneippkurort.

Ansonsten stehe der erneuten Zertifizierung nichts entgegen, so die Tourismusexperten. Sie sei sinnvoll, weil image-steigernd und umsatzfördernd.

Das zur Laga eingeführte Waldbaden soll eine tragende Säule der Kursangebote bleiben. Ab September wird es auch im Freden und anderen Wäldern als therapeutisch-touristisches Angebot eingeführt. Die Nachfrage steigt.



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