Big Band der Bundeswehr Laga Spitzenmusiker begeisterten mit einem Spitzenprogramm

Von Rolf A. Habben

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Begeisterten Zuspruch fanden mit ihren Gesangseinlagen Susan Albers, Marco Paulo Matias sowie Jemma Endersby.  Foto: Rolf HabbenBegeisterten Zuspruch fanden mit ihren Gesangseinlagen Susan Albers, Marco Paulo Matias sowie Jemma Endersby. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Einen Leckerbissen der Tanzmusik präsentierte die Big Band der Bundeswehr unter der Leitung von Timor Oliver Chadik.

Rund 3000 Besucher drängten sich vor der Bühne unter dem Zelt und im weitläufigen Areal auf der Schlosswiese. Sommerzeit ist Big Band Zeit, in 25 Städten mit jeder Menge Songs plus harter Arbeit und Spaß pur ist die Big Band der Bundeswehr auf ihrer Open-Air Tour in diesem Jahr unterwegs. Neben einer großen Vielseitigkeit im Repertoire sind auch die Arrangements ein Markenzeichen der Band, die über siebzig Mal im Jahr auf der Bühne steht.


Ganz in Weiß: Auf der Bühne ist Fleckentarn verpönt. Foto: Rolf Habben


Mehr als Marschmusik

Warum es bei der Bundeswehr immer nur Marschmusik geben müsse, soll der da-malige Bundesverteidigungsminister und passionierte Musikfreund Helmut Schmidt gefragt haben. Es sollten nach seiner Intention als Bereicherung der Militärmusik moderne Töne einer modernen Armee her. Ob Staatsbesuch, Benefizkonzert, Tanz-Gala, Opern-, Sport- oder Presseball, Kanzler- oder Bundespräsidentenfest, stets sorgt die Big Band für gute Stimmung und für die passende Musik. Seit 1971 hat sich die Big Band, die zu den renommiertesten Show- und Unterhaltungsorchestern in Europa zählt, seither in fast fünf Jahrzehnten einen wohlklingenden Namen erspielt.

„Spezialeinheit“ der Bundeswehr

Vom großen Orchesterklang bis zur solistischen Höchstleistung zeigte sich die Band ganze zwei Stunden auf der GiroLive Bühne von ihrer besten Seite. Auf dem Programmzettel dieser „Spezialeinheit“ der Bundeswehr standen nicht nur Klassiker des Swing, sondern auch aktuelle Hits und beliebte Oldies. Mit Songs von Bert Kämpfert, Justin Timberlake als Medley über Witney Houston bis hin zu Frank Sinatras „My Way“ begeisterte sie ein um das andere Mal. Trompeten, Posaunen, Saxophone, Gitarren als Rhythmusgruppe, sowie Akkordeon und Drums schufen einen mächtigen Sound, begleitet von den Vokal-Solisten Susan Albers, Jemma Endersby und Marco Paulo Matias, die nicht allein im „Latin Pop Medley“ zu überzeugen wussten. Zum Finale mit „Purple Rain“ von Prince ließ sich das Auditorium ohne lange Aufforderung sogar zum Mitsingen hinreißen.

Über 6000 Euro für "Lauter"

Bei freiem Eintritt freuten sich sowohl Laga Geschäftsführerin Ursula Stecker als Veranstalter als auch der stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung "Lauter", Michael Lührmann, Kuratoriumsmitglied Frederik Gohmann sowie Geschäftsführer Rainer Dieckmann,  über ein Spendenaufkommen aus dem Publikum in Höhe von 6162  Euro. Zuvor hatte Tourmanager und Moderator Hauptmann Johannes Langendorf in seiner launigen Ansprache für eine „leise Geldspende“, sprich: in Geldscheinen, geworben.

Bei ihren Benefizkonzerten hat die Big Band in 47 Jahren bislang über 27 Millionen Euro eingespielt, wie Langendorf sichtlich stolz verriet.


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