Stöbern in den Archiven Bad Iburger Geschichte zum Nachlesen

Von Sina-Christin Wilk, 10.09.2018, 15:35 Uhr
Vor dem Haus der Iburger Geschichte warten am Tag des offenen Denkmals Volker Paul, Beate Bertrams und Elisabeth Heinze auf die an der Stadtgeschichte interessierte Besucher. Foto: Sina-Christin Wilk

Bad Iburg Was mit wenigen Büchern über die Iburger Geschichte seinen Anfang nahm, ist in den vergangenen Jahren zu einem umfangreichen Archiv angewachsen. In dem eigens hierfür sanierten Ackerbürgerhaus lud der Verein für Orts- und Heimatkunde Bad Iburg interessierte Bürger auch am Tag des offenen Denkmals zum Stöbern in der Historie des Ortes ein.

In den kleinen Räumen des Ackerbürgerhauses von 1697 erinnert nicht mehr viel an Schweinestall und Lagerstatt der Handwerker, die für die benachbarte Burg tätig waren. Heute befinden sich eine gemütliche Teeküche, ein Büro sowie ein Versammlungsraum in dem Haus in der Rathausstraße.

Gleich an mehreren Stellen befinden sich deckenhohe Regale – prall gefüllt mit Zeugnissen aus der Iburger Geschichte. In vier Archiveinheiten eingeteilt und säuberlich dokumentiert finden Besucher hier eine Bibliothek, Dokumente und Broschüren, ein Foto- sowie Zeitungsarchiv.

Sammlung historischer Bücher

„Unser Ziel ist, Iburger Geschichte abzubilden. Um diese zu verstehen, muss man auch immer den Kontext beachten“, so Volker Paul, mit dessen Sammlung historischer Bücher die Idee für das Archiv aus der Wiege gehoben wurde. Gemeinsam mit Beate Bertrams, der zweiten Vorsitzenden, sowie Vorstandsmitglied Elisabeth Heinze stand er am Tag des offenen Denkmals Rede und Antwort und führte die Besucher durch die Räume.

Da Bad Iburg kein kommunales Stadtarchiv besitzt, widmet sich der Verein für Orts- und Heimatkunde Bad Iburg dieser Aufgabe. 2010 kaufte der Verein auf eigene Kosten das baufällige Haus, um ein historisches Dokumentationszentrum zu realisieren. Aufgrund der bewegten Historie schien das Ackerbürgerhaus der geeignete Ort für ein Archiv.

Haus in gut drei Jahren instandgesetzt

Nachdem das Haus nach gut drei Jahren instandgesetzt war, wurde es als „Haus der Iburger Geschichte“ Hauptsitz des Vereins. Rund 50000 Euro wurden investiert, davon 15000 Euro Eigenkapital der Mitglieder. Der Restbetrag konnte durch eine private Hypothek sowie Fördermittel und Unterstützung durch die Sparkassenstiftung generiert werden.

Für die rund 180 Mitglieder scheint es sich um eine Lebensaufgabe zu handeln: Allein für die Sanierung leisteten sie 5000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. „Es ist eine sehr dankbare Aufgabe“, so Paul.

Zahlreiche Bürger unterstützen das Engagement und tragen bei: Ständig werden Dokumente mit Bezug zur Iburger Geschichte und Gegenwart in die Sammlung aufgenommen und das Archiv somit erweitert. Die Besucher kämen aus ganz unterschiedlichen Beweggründen, wie sich auch am Tag des offenen Denkmals zeigte: Fotos aus Kindertagen, Veränderungen des Stadtbildes.

Recherche der Universitäten

Auch für die Recherche der Universitäten sei das Archiv von großem Interesse, versicherte Heinze. „Für uns als eingesessene Iburger ist es eine sinnstiftende Aufgabe nach der Pensionierung“, sagte Bertrams, „es ist besonders interessant, in die Iburger Geschichte einzutauchen.“

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