Treffen der Generationen Realschule Bad Iburg: Ein Kind der 68er feiert Geburtstag

Von Alexander Heim

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Bad Iburg. Zum großen Jubiläums-Schulfest der Bad Iburger Realschule kamen jetzt Hunderte ehemaliger Schülerinnen und Schüler.

Wie die Schullandschaft sich einmal entwickeln würde? Das war 1968 nicht abzusehen. Nicht nur in Bad Iburg, auch andernorts im südlichen Landkreis wurden Realschulen gegründet.

Am Samstagabend stellte Schulleiter Dirk Jansen fest: „Da waren es nur noch zwei.“ Beim großen Ehemaligentreffen am Kronesch wurde nämlich auch deutlich, dass von allen Neugründungen des letzten Jahrhunderts die Bad Iburger Schule es als eine der ganz wenigen geschafft hat, ihr Fortbestehen über 50 Jahre zu sichern.

Rund 450 Mädchen und Jungen besuchen aktuell die Realschule Bad Iburg. 4600 waren es inzwischen, seit 1972 der erste Abschlussjahrgang entlassen wurde. „Es verlassen jährlich durchschnittlich rund 100 Schülerinnen und Schüler die Schule“, so Dirk Jansen.

In guter Erinnerung

Dass von den vielen Ehemaligen offenbar etliche ihre Schulzeit in guter Erinnerung behalten haben, machte der Besucherstrom deutlich, der sich bereits kurz nach dem offiziellen Beginn des besonderen Jubiläums-Ehemaligentreffens abzeichnete. Denn rasch waren Pausenhalle und Schulhof gefüllt, fanden die Gespräche in ausgelassener Atmosphäre statt, die sich das Organisations-Team um Ines Beckering, Irina Engel, Carolin Herrmann, Ute Jastram, Heinrich Möller sowie die Elternvertreter so gewünscht hatten.

Auf einen regelrechten Festakt mit vielen Reden hatte Schulleiter Dirk Jansen bewusst verzichtet. „Die Realschule vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine erweiterte Allgemeinbildung und ermöglicht eine allgemeine Berufsorientierung“, hob er in seiner kurzen Ansprache mit Blick auf das erfolgreiche Bildungsangebot hervor.

Zu Höherem befähigt

Dass der Besuch der Realschule „auch zu Höherem befähigt“, würde nicht zuletzt am Beispiel der Bad Iburger Bürgermeisterin deutlich. Annette Niermann, die ihren Schulabschluss 1984 gemacht hatte, war sogar Schülersprecherin an der Realschule gewesen. Keine Frage also, dass auch sie sich einen Besuch des Ehemaligentreffens nicht nehmen ließ und dem Fest ein gutes Gelingen wünschte.

Überall im Schulgebäude, vor allem im Foyer und der Mensa, waren Stehtische mit kleinen Schultafeln aufgestellt. Jahreszahlen markierten, welche Jahrgänge sich dort jeweils treffen konnten.

Iris Schwarte, Nikola Lemper und Sebastian Beek feierten quasi ihren 20-jährigen Schulabschluss. „Das ist für uns das zweite Treffen“, verrieten sie. „Wir wissen nicht, wie die Leute sich so verändert haben“, war Sebastian Beek ganz gespannt auf die Begegnungen. Kleine Anekdoten? Da fiel Nikola Lemper der Schweizer Kräuterzucker ein, den sie mit Blick auf ihren Vornamen regelmäßig vom Mathe-Lehrer erhalten hatte.

In der Mensa ließ sich auf Stellwänden anhand von Fotos verfolgen, wie die Entwicklung der Schule vorangeschritten war. Alte Jahrbücher lagen hier aus, die zum Durchblättern einluden. Zudem gab es eine Dia-Show. Nicht nur Volker Wallrabenstein, von 1995 bis 2012 der vierte Schulleiter der Realschule, war gerne zum Treffen gekommen. Auch Mathe- und Chemie-Lehrer Hans-Ulrich Müller ließ sich mit seinen 88 Lenzen dieses Fest nicht entgehen.

Viele Ehemaligen staunen

Wie sich die Schule nach den Anbauphasen verändert hatte, brachte auch die Ehemaligen zum Staunen, die Anfang der 1970er Jahre zu den ersten Absolventen gehörten. Ursula Gottlöber etwa gehörte dem Jahrgang 1972 an. „Als wir hier anfingen, war alles noch recht überschaubar“, blickt die 62-Jährige zurück. Und weiß noch: „Wir hatten super Klassenfahrten.“ Eine davon führte ins schöne Rothenburg ob der Tauber.

Maria Beermann (Jahrgang 1973) erinnerte sich: „Wir kamen aus den Bauernschaften. Es war etwas ganz Besonderes, auf die Realschule gehen zu dürfen.“ Schon damals seien viele „Fahrschüler“ unter den Realschülern gewesen. Und so erinnert sich Urusla Gottlöber auch noch an eine weitere Anekdote: „Mittags trafen sich alle Schüler bei Fischer-Eymann. Wir mussten ja noch auf den Bus warten.“

Getränkestände im Foyer und auf dem Pausenhof, vier große Grills, auf denen die Bratwürstchen gebrutzelt wurden – für das leibliche Wohl war am Samstag bestens gesorgt. Für fetzige Musik sorgte eingangs die Schulband der Realschule, die sich stimmlich wie rhythmisch von ihrer besten Seite zeigte.

Spende für die Schulfahrt

Da war die Spende, die Veronika Böckenholt und Willy Kemper überreichten, so etwas wie das i-Tüpfelchen der Veranstaltung. 400 Euro hatten sie beim jüngsten Klassentreffen gesammelt. Geld, das nun die große Schulfahrt an den Gardasee mit unterstütz en helfen soll.


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