Besuch auf der Landesgartenschau Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast trifft Landfrauen in Bad Iburg

Von Rolf Habben

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Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (4. von links) war beim Landfrauentag auf der Landesgartenschau in Bad Iburg. Dorthin kamen 1000 Landfrauen aus der Region. Foto: Laga/SarrazinDie niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (4. von links) war beim Landfrauentag auf der Landesgartenschau in Bad Iburg. Dorthin kamen 1000 Landfrauen aus der Region. Foto: Laga/Sarrazin

Bad Iburg. Rund 1000 Landfrauen aus Niedersachsen haben sich am Donnerstag auf dem Gelände der Landesgartenschau Bad Iburg zu einem bunten Programm getroffen. Stand der Vormittag ganz im Zeichen einer Modenschau Iburger Einzelhändler, kam am Nachmittag die Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Otte-Kinast war einer Einladung des Kreisverbandes der Landfrauen Osnabrück gefolgt und referierte zum Thema „Blühender ländlicher Raum“. 

Als ehemalige Vorsitzende der Landfrauen Niedersachsen wisse sie, dass Landfrauen im ländlichen Raum der Motor seien, die vieles in Gang setzten und manches am Laufen hielten. Als Ministerin könne sie daher auf vielen Arbeitsfeldern aus ihren Erfahrungen aus der Landfrauenarbeit anknüpfen.

Ziel: Digitalisierung

Unverändert stark beschäftige sie die Lebensqualität im ländlichen Raum. In diesem Zusammenhang beklagte Otte-Kinast die Landflucht vor allem der jüngeren Generation. Sie trete daher ein für eine zügige Umsetzung flächendeckender Digitalisierung. Desweiteren wolle sie sich stark dafür machen, die traditionelle Infrastruktur wie Versorgungseinrichtungen, Mobilität, Straßen und Wege zu erhalten und auszubauen sowie nicht zuletzt für den Erhalt der Dörfer.

Otte-Kinasts "Herzensthema" sei die Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Landwirtschaft. Sie wolle eintreten für ein besseres Image und Ansehen der Landwirtschaft in der Bevölkerung, junge Menschen dazu motivieren, den Beruf als Landwirt zu ergreifen, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen und dem Tier- und Artenschutz gerecht werden, ohne die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Sie erwarte von der Landwirtschaft aber auch Offenheit und Veränderungsbereitschaft. Moderne Landwirtschaft müsse sich den Zielen der Nachhaltigkeit verpflichten. Hier sprach sie die Reduzierung der Nährstoffreduzierung und die Düngeproblematik in der Viehhaltung an.

Neues Zentrum für Ernährung

Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen ging die Ministerin auf eine gesunde, hochwertige und ressourcenschonende Ernährung ein. Die Halbzeitbilanz der Landesgartenschau bis Anfang Juli verrate den Konsum von 850 kg Schnitzel und 3,4 Tonnen Pommes, aber auch 1,2 Tonnen Salat. „Ob das ein gutes Verhältnis ist“, war ihre rhetorische Frage, „ich denke, ernährungspolitisch ist da noch Luft nach oben.“ Sie plane die Einrichtung eines „Zentrums für Ernährung und Hauswirtschaft“ (ZEHN), um die vorhandenen Ressourcen und Akteure zu vernetzen.

Zuvor hatte die Ministerin einen Blumenstraußwettbewerb begutachtet, an dem zehn Landfrauen teilgenommen hatten. Vorgabe des Wettbewerbs war, dass die Blumengebinde ausschließlich aus heimischen Gärten, aus Feld oder Flur stammen mussten. Abgerundet wurde der Tag der Landfrauen mit der Tanzgruppe Wallenhorst, einem gemeinsamen Singen mit den Glandorfer Saitenklängen, zahlreichen Ausstellungen kreativer Hobbys der Landfrauen sowie einem Schaukochen im Rosengarten. Almut Detert, Vorsitzende des Kreisverbandes der Landfrauen Osnabrück als Veranstalter, zeigte sich mit dem Verlauf des Landfrauentages rundum zufrieden.


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