Abschluss der Projektwoche Akrobaten aus Tansania zu Besuch am Gymnasium

Von Greta Lenzing

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Bad Iburg. Es war eine afrikanisch-europäische Koproduktion: Als Teil der Projektwoche zum 70-jährigen Jubiläums des Gymnasiums Bad Iburg studierten Schüler des Kigamboni Community Center mit Bad Iburger Schülerinnen ein Theaterstück ein, dass mit Tanz und Akrobatik auf Klimagerechtigkeit aufmerksam machte.

ie Aula war gut gefüllt, als der „Hakuna cantata“-Chor gemeinsam mit der Schulband afrikanische Musik anstimmte, bevor Schülerinnen der elften Klasse ein ganz besonderes Projekt vorstellten. Unter Leitung von Vanessa Kölling, Anja Steven-Baumann und Klaus Westenberg-Riedemann hatten sie einen Workshop absolviert, zu dem sie Besuch von der Kinderkulturkarawane bekommen hatten. Dazu waren Schüler aus dem Kigamboni Community Center in Tansanias Millionenstadt Daressalam nach Bad Iburg gekommen. Das Center holt Jugendliche von der Straße und bietet ihnen Bildung und Obdach.

Die Jugendlichen werden vor Ort in ihren Talenten bestärkt und gefördert. Unter der Obhut des Projektleiters Nassoro und im Rahmen des Projekts „CreACTiv für Klimagerechtigkeit“ haben sie ein Theaterstück auf die Beine gestellt und gemeinsam mit den Schülerinnen der elften Klasse innerhalb von drei Tagen eine Aufführung eingeübt, die alles vereinte: Tanz, Akrobatik, Musik und ganz viel Gefühl. Dazu gehörten schlangenartige Verrenkungen und Hebefiguren wie aus dem Film Dirty Dancing. Waghalsige Menschenpyramiden und rhythmische Tanzeinheiten ernteten tosenden Applaus. Dabei stand immer ein Thema im Mittelpunkt: der Umgang der Menschen mit der Natur und die Folgen des Klimawandels.

Vertrauen aufbauen

Die Jungen und Mädchen aus Tansania lebten für drei Tage in den Familien der Gymnasiastinnen. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmerinnen, Stella, Tina und Isabelle davon, dass die Verständigung so gut geklappt habe. Denn die Besucher sprachen lediglich rudimentär englisch.

Neben der Sprachbarriere waren auch die kulturellen Unterschiede schnell überwunden. Innerhalb von drei Tagen sei ein immenses Vertrauen zueinander aufgebaut worden, das als Grundlage für die Show diente, so eine der Schülerinnen. Nach der Performance konnten die Zuschauer selbstgemachte Kleinigkeiten erwerben und so das Community Center unterstützen.

Spenden wurden auch in einem anderen Projekt gesammelt. Martina Kleynhans, die aus Südafrika stammt und für ein Jahr in Bad Iburg unterrichtet, sammelte mit einer Kollegin und vielen Schülern Spenden für Guinea und Kenia. Mit den in Bad Iburg gesammelten Spenden soll eine Schule gebaut werden.

Kleynhans berichtete, dass die von ihr unterrichteten Schüler sehr interessiert an ihrer Herkunft seien. Oft werde sie gefragt, ob sie wirklich mit Haien schwimme oder Löwen im Garten habe. Sie freue sich, mit etlichen Vorurteilen aufräumen zu können.

Jubiläumsball

Um ihre Augenpartie trug sie an diesem Freitag weiße Punkte. Auch die Schulleiterin Christiane Schneider schmückte diese Bemalung. Im Stamm der iXhosa aus Südafrika, sei dies ein Zeichen für Freude und Wohlsein, erklärte Martina Kleynhans.

Die Projektwoche, in der in diesem Jahr neben afrikanischen Workshops unter anderem naturwissenschaftliche, musikalische und sportliche Themen im Mittelpunkt standen, ging mit einer Mittelstufenparty zu Ende. Am 8. September findet dann der Schulball anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Schule im Alando Palais in Osnabrück statt.


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