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Eltern geht die Geduld aus Sanierung der Bad Iburger Grundschulen als Workshop-Thema

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Nach der Ausschusssitzung: Nadine Stallkamp, Benedikt Kolkmeyer, Kathrin Beckmann, Daniela Triebs, Christiane Pax, Pia Hülsken-Mühl und Olga Krüger (von links) sind enttäuscht, dass ihr Antrag nahezu wortlos zur Kenntnis genommen wurde.Nach der Ausschusssitzung: Nadine Stallkamp, Benedikt Kolkmeyer, Kathrin Beckmann, Daniela Triebs, Christiane Pax, Pia Hülsken-Mühl und Olga Krüger (von links) sind enttäuscht, dass ihr Antrag nahezu wortlos zur Kenntnis genommen wurde.

Bad Iburg. Im Juni hatten Elternvertreter der Grundschule Glane bei der Gemeinde Bad Iburg beantragt, schnellstmöglich die Sanierung der Schule in Angriff zu nehmen. Nun stand der Antrag auf der Tagesordnung des Bildungsausschusses.

Pia Hülsken-Mühl, Daniela Triebs, Kathrin Beckmann und Nadine Stallkamp hatten in ihrem Schreiben darauf hingewiesen, dass  die fehlenden Rauchabschnitte und die alte Mineralstoffdecke in der Aula, sowie die Schadstoffbelastung der Dämmung eine erhebliche Gefährdung für die Kinder darstellten. „Im Brandschutz- und Sanierungsgutachten aus dem Jahr 2013 ist bereits festgestellt worden, dass die Decke gar nicht geht“, sagte Kathrin Beckmann nach der jüngsten Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses. 

Das gilt übrigens für alle drei Grundschulen. Laut Gutachten müsste für die Sanierung richtig viel Geld in die Hand genommen werden, um die Gebäude nach geltenden Anforderungen instand zu setzen. Die Sanierung und der Brandschutz für die Grundschule Glane würden 3,7 Millionen Euro kosten, für die Schule am Hagenberg wären 3,2 Millionen Euro fällig. Die Grundschule Ostenfelde wäre mit 1,5 Millionen dabei. 

In der Ausschusssitzung stand der Antrag der Elternschaft nun auf der Tagesordnung. Befriedigend für die Eltern war das Ergebnis aber nicht. Man nehme den Antrag zur Kenntnis, hieß es aus den Reihen des Ausschusses. Mehr müsse und wolle man dazu derzeit aber nicht sagen. Schließlich stehe die Sanierung auf der Agenda.

Die in der Sitzung anwesenden Eltern erfuhren, dass es am 1. September einen Workshop geben wird, an dem Vertreter des Schulausschusses, die Schulleitungen der Grundschulen, Ingenieure und die Hausmeister beteiligt sein werden. Sie sollen einen Fahrplan für die notwendigen Sanierungen erstellen. Dazu werden die Grundschulen in Abschnitte eingeteilt, die nach und nach abgearbeitet würden. Man könne schließlich nicht an allen Ecken gleichzeitig beginnen. „Ich bitte, den 1. September abzuwarten“, sagte Matthias Seestern-Pauly von der FDP. „Der Aulabereich der Grundschule Glane stehe sicher ganz oben auf der Liste,“ versicherte er.

„Die Ergebnisse des Workshops werden dann zu Beschlussvorlagen führen, die in den Fraktionen, im Ausschuss und im Rat beraten werden“, fügte Ausschussvorsitzender Jörg Ritterbusch hinzu. Dann wisse man auch, welche Haushaltsmittel für das kommende Jahr eingeplant werden müssten. Auf die Frage, wie man als Elternschaft auf dem Laufenden bleiben könne sagte Matthias Seestern-Pauly, dass schließlich auch Elternvertreter und Schulleitungen im Workshop mitarbeiten. „Die werden das Stimmungsbild sicher weitergeben“, sagte er.

„Unbefriedigend“, nannten die Mütter und Väter das Ergebnis der Ausschusssitzung am Ende. Ihnen geht die seit fünf Jahren geplante und immer wieder neu diskutierte Sanierung viel zu langsam. Die Eltern der Kinder der Grundschule Glane wollen nicht, dass ihre Schule auf dem letzten Platz der Sanierungsliste landet. „Bevor andere nun etwas bekommen, sind wir erst einmal dran“, sagte Kathrin Beckmann.


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