Wolf im Schafspelz Volkskrankheit Bluthochdruck: Arztvortrag in Bad Iburg

Von Rolf Habben

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Einen informativen Vortrag über die Volkskrankheit Bluthochdruck hielt der Hypertensiologe Dr. Edgar Thiele (Mitte) auf Einladung der Koronarsportgruppe des TuS Glane um den ärztlichen Leiter Dr. Paul-Hans Suerbaum (links) und Gruppensprecher Helmut Buschmeyer. Foto: Rolf HabbenEinen informativen Vortrag über die Volkskrankheit Bluthochdruck hielt der Hypertensiologe Dr. Edgar Thiele (Mitte) auf Einladung der Koronarsportgruppe des TuS Glane um den ärztlichen Leiter Dr. Paul-Hans Suerbaum (links) und Gruppensprecher Helmut Buschmeyer. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Zu einem interessanten Arztvortrag hat jetzt die Koronarsportgruppe des TuS Glane in die Gaststätte Wiemann-Sander eingeladen. Der Hypertensiologe Dr. Edgar Thiele, Facharzt für Innere Medizin im Gesundheitszentrum am Franziskus-Hospital, referierte zum Thema „Bluthochdruck – Arzt und Patient in gemeinsamer Verantwortung“.

In seinem rund einstündigen Referat zeigte Thiele mittels Beamer ebenso anschaulich wie informativ die Ursachen und Auslöser sowie die Gefahren, aber auch mögliche Präventionsmaßnahmen und Heilungschancen auf. Bluthochdruck, im medizinischen Fachbegriff arterielle Hypertonie, sei ein gefährliches Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist.

Schleichende Entwicklung

Bluthochdruck entwickele sich schleichend. Anfangs bereite er kaum Beschwerden. Daher bliebe Bluthochdruck häufig lange Zeit unerkannt und unbehandelt. Seine Tragweite werde oft erst klar, wenn lebensbedrohliche Folgekrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall aufträten. Er sei deshalb ein „Wolf im Schafspelz und der Killer Nr. 1“, so Thiele.

Rund 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland litten an der Volkskrankheit Bluthochdruck. Diese Zahl steige mit dem Alter weiter an. Ursachen seien häufig Bewegungsmangel sowie einhergehend Übergewicht, eine ungesunde Ernährung oder regelmäßiger Alkoholkonsum. Grundlage jeder erfolgreichen Therapie sei daher eine Anpassung und Veränderung der Ernährung und der Lebensgewohnheiten, die sich positiv auf den Bluthochdruck auswirkten. Das gelte auch für eine gesunde und abwechslungsreiche, möglichst salzarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse und eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, mindestens zwei Liter am Tag. Zusätzlich, vor allem bei chronischer Erkrankung, könnten zahlreiche gut wirksame und verträgliche Medikamente einen zu hohen Blutdruck senken.

Bewegung ist wichtig

Am gesunden Lebensstil solle man trotzdem festhalten, da er die Behandlung unterstütze, so der Mediziner. Ganz wichtig sei dabei nicht zuletzt die regelmäßige körperliche Bewegung. Diese senke schon bei geringer Intensität den Blutdruck nicht unwesentlich.

Genau das ist auch Intention der Koronarsportgruppe des TuS Glane um den Ehrenvorsitzenden des Sportvereins und Gruppensprecher Helmut Buschmeyer. Seit 1981 ist sie eine eigenständige Abteilung im TuS Glane. Unter ärztlicher Leitung durch den ortsansässigen Facharzt für Innere Medizin Dr. Paul-Hans Suerbaum und Übungsleiterin Hannelore Brodmann werde in zwei Gruppen mit insgesamt 53 weniger belastbaren und belastbaren Sportlern regelmäßig trainiert. Gesundheit stünde zwar an erster Stelle, auf gleicher Höhe aber auch die Geselligkeit wie der jährliche Maigang oder gemeinsames Grünkohl- und Reibekuchenessen und vor allem gute Laune, so Buschmeyer. Daher rühre auch ihre interne Bezeichnung „Die Fröhlichen“. Ungeschriebenes Gesetz der Sportgruppe sei deshalb, über Krankheiten werde in den Übungsstunden nicht gesprochen.


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