Bundesvorsitzende aus Osnabrück Infos zu Autismus auf Bad Iburger Landesgartenschau

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Gekrümmte Finger eines Menschen, der frühkindlichen Autismus hat. Foto: dpa/Sebastian GollnowGekrümmte Finger eines Menschen, der frühkindlichen Autismus hat. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Bad Iburg. Informationen zu der „komplexen und vielgestaltigen neurologischen Entwicklungsstörung“ Autismus präsentiert der Bundesverband Autismus Deutschland am Dienstag, 21. August, auf dem Gelände der Landesgartenschau Bad Iburg.

Der als Verein organisierte Verband will dort seine Arbeit und sein Engagement für Selbstbetroffene sowie deren Eltern und Angehörige vorstellen. Vor Ort ist unter anderen die Vorsitzende des Bundesverbandes Maria Kaminski, wohnhaft in Osnabrück.

In der Ankündigung heißt es: „Häufig bezeichnet man Autismus beziehungsweise Autismus-Spektrum-Störungen auch als Störungen der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoires auswirken. Selbstbetroffene und deren Umfeld erfahren aufgrund der Behinderung einen zum Teil enorm hohen Leidensdruck.“

1970 Gründung

Eltern autistischer Kinder schlossen sich laut Mitteilung 1970 zusammen und gründeten den „Bundesverband Hilfe für das autistische Kind“. Zu diesem Zeitpunkt habe es noch keinerlei gezielte und geregelte Unterstützung für Selbstbetroffene gegeben. Zudem existierten noch keine speziellen Konzepte für die therapeutische und pädagogische Förderung. „Diese wurden in den Folgejahren erarbeitet und im Laufe der Jahre durch besondere Konzeptionen für das Wohnen, Leben und Arbeiten für heranwachsende beziehungsweise erwachsen gewordene Menschen mit Autismus ergänzt.“ Das Ziel sollte sein, für jeden Menschen mit Autismus einen angemessenen Arbeitsplatz auf dem 1. oder 2. Arbeitsmarkt sowie mehr oder weniger intensiv betreute Wohnmöglichkeiten zu schaffen.

Durch die Initiative seiner Mitglieder seien seit der Gründung des Vereins 58 Regionalverbände entstanden, in deren Trägerschaft mittlerweile weit mehr als 100 therapeutische Einrichtungen seien. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Wohnangebote, die sich in Trägerschaft eines Regionalverbandes oder einer anderen Mitgliedsorganisation befinden.

Autismus-Therapie-Zentrum

In Osnabrück hat sich 1978 der Regionalverband Autismus Osnabrück gegründet. Dieser betreibt seit 1980 das Autismus-Therapie-Zentrum im Goethering. Mehr als 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden hier betreut.


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