Nach Erfolg beim F60 Cup Bad Iburger nimmt an Deutschen Meisterschaften im Sportholzfällen teil

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Der 22 Jährige Bad Iburger Akascha Varenhorst tritt am 18. August bei den deutschen Meisterschaften im "Timber Sports" an. Foto: Stihl TimbersportsDer 22 Jährige Bad Iburger Akascha Varenhorst tritt am 18. August bei den deutschen Meisterschaften im "Timber Sports" an. Foto: Stihl Timbersports

Bad Iburg. Underhand Chop, Standing Block, Single Buck und Stock Saw. In diesen Disziplinen muss sich der Bad Iburger Akascha Varenhorst am 18. August in Deggendorf bei den Deutschen Meisterschaften im Sportholzfällen beweisen.

Sportholzfällen, auch "Timbersports" genannt, hat seine Ursprünge in Kanada, Australien, Neuseeland und den USA. Entstanden ist die Sportart aus einem Kräftemessen unter Waldarbeitern, im Laufe der Zeit hat sie sich zu einem Professionellen Wettbewerb entwickelt. 1985 wurde die "Stihl Timbersports Series" als Meisterschaftsserie in den USA ins Leben gerufen, seit 2001 finden auch in Europa Wettkämpfe auf Profi-Ebene statt. 

Vier Disziplinen

Bei der Deutschen Meisterschaft werden den Athleten vier Disziplinen abverlangt, unterteilt in jeweils zwei Wettkämpfe mit Äxten und Sägen: Beim "Stihl Stock Saw" muss ein 40 Zentimeter langer Stamm mit einer handelsüblichen Kettensäge in zwei Richtungen durchrennt werden, ebenfalls einen Baumstamm durchtrennen muss man beim "Single Buck", hier allerdings mit reiner Muskelkraft. Der "Standing Block Chop" stellt die Athleten vor die Herausforderung, einen 30 Zentimeter dicken, senkrecht stehenden Holzblock mit einer Axt zu Durchtrennen. Beim "Underhand Chop" muss ein liegender Stamm in zwei Teile zerlegt werden.


Volle Muskelkraft und Körperseinsatz ist beim "Single Buck" gefragt. Foto: Stihl Timbersports


Die Begeisterung für das Sportholzfällen hat bei Vahrenhorst mit einem Besuch der Champions Trophy 2017 in Hamburg angefangen. "Danach hat mir meine Freundin ein Probetraining geschenkt", sagt der 22-Jährige.  

Härte-Training

Drei bis vier Mal pro Woche trainiert Varenhorst momentan neben seiner Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker für die deutsche Meisterschaft. Dabei achte er mehr auf die Schulung seiner Technik, als auf die Schnelligkeit, beschreibt er. Zum Üben verwende er zudem möglichst hartes Holz, um kräftige Schläge zu trainieren. Im Wettkampf werde dann weiches Pappelholz verwendet, erklärt der Bad Iburger. "Wenn man vorher mit hartem Holz trainiert hat, ist man im Wettkampf schneller". Eine Trainingseinheit ist mit einigem Aufwand verbunden: "Zu erst muss ich in den Wald fahren, um Holz zu besorgen. Erst am nächsten Tag kann ich damit beginnen, das Holz zu Bearbeiten.", sagt Varenhorst. Das Werkzeug dafür muss er selber besorgen: 500 Euro habe er für seine Axt ausgegeben.




Momentan ist Varenhorst noch als "Rookie" in der Nachwuchsklasse unterwegs und kann auch schon einen Erfolg nachweisen: Beim "F60 Cup", benannt nach dem Schauplatz, dem Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld hat er den 3. Platz belegt. (Weiterlesen: Bad Iburger bei Timbersports erfolgreich) Trotzdem möchte er noch ein bis zwei Jahre weitere Erfahrungen als "Rookie" sammeln. Um in den Profibereich zu gelangen, sind noch einige Hürden zu Überwinden: Insgesamt müsse man sechs Freigaben erwerben, bei denen unterschiedliche Fähigkeiten verlangt würden. Eine Freigabe könne zum Beispiel daraus bestehen, den sicheren Umgang mit seinem Werkzeug nachzuweisen, erklärt Varenhorst.

Wettkampfgefühl

Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften möchte der Sportholzfäller hauptsächlich dazu nutzen, um ein Gefühl für größere Wettkampf zu bekommen, Beziehungen zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln. Der sportliche Ehrgeiz ist aber unverkennbar: "Man fährt natürlich dahin, um zu gewinnen." 

Weitere Informationen zur Sportart und der Deutschen Meisterschaft unter: stihl-timbersports.de.


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