Zweitägige Mammutveranstaltung „Sophie Charlottes Träume“ auf der Laga spektakulär inszeniert

Von Rolf Habben


Bad Iburg. Mit einem spektakulären und sprichwörtlich traumhaften Lichterwochenende präsentierte sich die Landesgartenschau im Waldkurpark am Freitag- und Samstagabend mit „Sophie Charlottes Träume“ und verwandelte das Gelände in einen Traumgarten bei Nacht mit Illuminationen, Kleinkunst, Geschichten und Musik.

Sophie Charlotte, vor 350 Jahren 1668 auf Schloss Iburg geboren und später erste Königin in Preußen, verbrachte dort ihre ersten fünf Lebensjahre, war Namensgeberin und Pate des Events zugleich. So sei es nur folgerichtig, dass die Laga und „innogy“ ihr mit „Sophie Charlottes Träumen“ eine eigene Veranstaltung widmeten, hieß es seitens der Macher.

Besonderer Zauber

In vielerlei Lichtinszenierungen, präsentiert vom Energieversorger „innogy“ als einer der Hauptsponsoren der Laga, wurden „Sophie Charlottes Träume“ im und rund um den Waldkurpark eindrucksvoll in Szene gesetzt und boten den zahlreichen Besuchern ein ganz besonderes Wochenende und entführte traumhaft in eine andere Welt. Auf Lichtachsen wurden die Besucher in der Dämmerung über das Gelände geführt. Sie zeigten auf 18 Stationen den ganz besonderen Zauber der Gartenschau., die die Traumthematik sehr unterschiedlich aufgriffen.

Märchenhaft

„Ein Boot voller Musik“ beispielsweise, war das Motto der schwimmenden Saxophonspieler der Kreismusikschule. Jung und Junggebliebene lauschten den märchenhaften Erzählungen Tanja Schreibers in ihrer Jurte vom Erzähltheater Hamm. Alle Altersgruppen sprachen auch die ungezählten Kuscheltiere als Installation an, gestiftet übrigens von den Bürgern Bad Iburgs. Anders dagegen die „Acoustic Dreams“, vorgetragen vom AutoharpSinger Alexandre Zindel. Um „Licht und Schatten“ ging es Antinéa Euler mit ihrem pulsierenden Rhythmus im „Flamenco lumière“, passend zur Lebenslust der preußischen Königin. Spektakulärer Höhepunkt an beiden Tagen war ganz offensichtlich die multimediale Inszenierung mit Ton, Licht, Wasser und Lasershow auf dem Charlottensee jeweils gegen Mitternacht. Durch die Welt der Träume führte in Wort und Bild als illuminiertes Konterfei Sophie Charlotte höchst persönlich, dankbar aufgenommen vom dicht gedrängten Publikum rund um den Charlottensee.

Einmaliges ehrenamtliches Engagement

Dieses Event sei neben der Eröffnungs- und Schlussveranstaltung die einzige große Eigenproduktion der Laga, erläutert Geschäftsführerin Ursula Stecker. „Wir haben kein offizielles Halbzeitfest in unserem Programm vorgesehen, diese Veranstaltung ist deshalb so etwas wie unser eigentliches Bergfest“, so Stecker. Ihren besonderen Dank richtete die Geschäftsführerin besonders an ihr Team um Volker Schwarz, an das THW und die Freiwillige Feuerwehr und nicht zuletzt an die zehn ehrenamtlichen Helfer, die die Veranstaltung professionell kreiert hätten. Es sei nicht ihre erste Landesgartenschau, „einmalig aber, wie sich hier in Bad Iburg das Ehrenamt engagiert und den außergewöhnlichen Zusammenhalt und die Identifikation mit der Laga unter Beweis gestellt hat ergänzt Pressesprecherin Imma Schmidt.

Unter Srom

Das bestätigt auch Rainer Oesting, Kommunalbetreuer vom Hauptsponsor „innogy“. In seinem Unternehmen habe es „durchweg eine positive Resonanz für das Engagement des Energieversorgers“ gegeben. „Wir wollten einfach mal zeigen, was man mit Strom alles machen kann, so oder so ähnlich könnten Sophie Charlottes Kindheitsträume in diesen Lichtinszenierungen gewesen sein; wäre sie in der heutigen Veranstaltung zugegen, wäre sie gar nicht erst weggezogen“, so Oesting.

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Schon zur Halbzeit Mitte Juli feierte die Laga mit knapp unter 300.000 Besuchern einen ungeahnten Erfolg. Diese Zahl liege weit über den Erwartungen, freut sich Geschäftsführerin Ursula Stecker. Trotz teilweise tropischer Witterung habe es keine nennenswerten Einbrüche bei den Besucherzahlen gegeben.


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